Von Jan Siegel

Am Dienstag ist im Industriepark Schwarze Pumpe (Spree-Neiße) der Grundstein für einen der größten elektrischen Stromspeicher Europas auf der Basis von Lithium-Ionen Batteriezellen gelegt worden. Das Projekt „Big Battery“ (große Batterie) wurde vom Energieunternehmen Leag initiiert.

Zur Grundsteinlegung gekommen war neben Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Sie wurde von Hunderten Mitgliedern der Gewerkschaft IG BCE vor dem Tor des Kraftwerks empfangen. Die forderten Arbeitsperspektiven in der Lausitz und verlässliche Zusagen für den Strukturwandel. Und diese „Verlässlichkeit“, die die Bundesregierung zwingend einlösen müsse, sprach die Ministerin dann auch gleich in ihrer Rede zur Grundsteinlegung an.

In der 25 Millionen Euro teuren Riesenbatterie in Schwarze Pumpe kann eine Stromkapazität von bis zu 53 Megawattstunden gespeichert werden. Das entspricht der Leistung  von zwölf modernen Windenergieanlagen in einer Stunde.

Genutzt werden soll der Mega-Speicher vor allem zur Regulierung, um  Frequenz und Spannung im Stromnetz stabil zu halten. „Big Battery“ ist der erste Baustein für einen spannenden Versuchsaufbau, mit dem im Industriepark Schwarze Pumpe ein intelligentes Energiemanagement-System für die stabile Stromversorgung der Zukunft getestet werden soll. Entscheidendes zweites Element ist ein Wasserstoffspeicher-Kraftwerk.
Themen das Tages Seite 3

Strukturwandel in der Lausitz Leag-Mitarbeiter fordern Verlässlichkeit

Schwarze Pumpe

Cottbus