Stadtradeln in Spremberg
: Mit Blick auf den Giro plant die Stadt diese drei Touren

Der Giro d'Italia geht ins Finale und Spremberg steht vor dem Stadtradeln. Der Ehrgeiz ist groß. Im Jubiläumsjahr gibt es eine ganz besondere Tour.
Von
Bernd Töpfer
Spremberg
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Während der Giro d'Italia läuft, beereitet Spremberg das Stadtradeln vor. Eine Tour führt dabei durch den Industriepark Schwarze Pumpe. Mit einer ganz besonderen Streckenlänge.

Während der Giro d'Italia läuft, bereitet Spremberg das Stadtradeln vor. Eine Tour führt durch den Industriepark Schwarze Pumpe. Mit einer ganz besonderen Streckenlänge.

Siegfried Jung/ASP Spremberg, Marco Alpozzi/LaPresse/AP/dpa
  • Spremberg bereitet drei Rundfahrten fürs Stadtradeln vor, Motivation steht im Fokus.
  • Auftakt am 6. Juni: Start am Markt, 58 Kilometer, Foto zur Zahl 725 im Jubiläumsjahr.
  • Zweite Tour am 14. Juni: „Tag der Ortsteile“ – 72,5 Kilometer durch Kernstadt und Ortsteile.
  • Dritte Tour am 26. Juni, 16 Uhr: 30 Kilometer zum ISP, davon 7,25 Kilometer im Park.
  • Für die ISP-Runde ist eine gesonderte Anmeldung nötig, Teilnahme generell kostenfrei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Sportwelt blickt aktuell auf eins der wichtigsten und prestigeträchtigsten Profi-Radrennen der Welt. Der Giro d'Italia geht diese Woche ins Finale. Jonas Vingegaard will seinen Vorsprung in der Gesamtwertung bis Rom verteidigen. Auch in Spremberg schauen Verantwortliche auf das Etappenrennen. Aus einem guten Grund.

Zwar nicht als Radrennen deklariert, bereitet Spremberg derzeit mehrere Etappen für das Stadtradeln vor. „Jeder kann daran teilnehmen“, sagt Alexander Adam, Referent der Bürgermeisterin im Rathaus Spremberg. Dabei spielt die Motivation ähnlich wie beim Giro d'Italia eine große Rolle.

Die Auftakt-Etappe ist als Rundfahrt durch das Spremberger Umland organisiert: Am 6. Juni geht es auf dem Markt los. In diesem Jahr mit einer Besonderheit: Die Teilnehmer stellen sich im Jubiläumsjahr zur Zahl 725 zusammen, bevor sie die 58 Kilometer unter ihre Reifen nehmen. Zwei weitere Rundfahrten folgen.

Spremberg motiviert Einwohner, auf das Rad zu steigen

Die Stadt an der Spree nimmt zum zweiten Mal an der Stadtradel-Kampagne teil. Sie will viele Spremberger und Sprembergerinnen motivieren, sich auf den Sattel zu schwingen. Im Jahr der Ersterwähnung Sprembergs vor 725 Jahren ist der Ehrgeiz besonders groß.

Fahrradfahren hält fit und ist gut für die Gesundheit, heißt es bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK). „Beim aktiven Treten wird etwa die Hälfte aller Muskeln beansprucht und die Ausdauer verbessert. Wer täglich 30 Minuten mit dem Fahrrad fährt, senkt damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem erhöht regelmäßiges Radfahren im Vergleich zum Autofahren die Lebenserwartung um drei bis vierzehn Monate“, informiert die Pressestelle der AOK.

So soll der Auftakt zum Stadtradeln 2026 in Spremberg ablaufen

Die Wirtschaftsörderung in Spremberg organisiert die drei Rundfahrten. „Wir wollen das Ergebnis aus dem Vorjahr toppen“, sagt Siegfried Jung, Projektentwickler Mobilität bei der ASG Spremberg und spricht von einem ambitionierten Ziel im Jubiläumsjahr, in dem es viele Veranstaltungen gibt. Mehr als 71.200 Kilometer standen bei der Stadtradel-Premiere 2025 zu Buche. 337 aktive Radlerinnen und Radler haben kräftig in die Pedale getreten.

Siegfried Jung dreht auch am Tag der offenen Tür im Industriepark Schwarze Pumpe mehrer Runden mit Radfahrern.

Siegfried Jung ist der Mobilitätsexperte der Wirtschaftsfördergesellschaft Spremberg. Das Fahrrad ist sein alltägliches Verkehrsmittel.

Annett Igel

Die Anmeldefrist für 2026 läuft. 24 Teams bereiten sich auf die Teilnahme vor, 165 Radlerinnen und Radler haben sich anmeldet. Michael Rose aus Spremberg-Graustein will erneut sein Rad an den Start schieben. Wie viele Kilometer es werden und ob er sein Top-Ergebnis aus dem Vorjahr übertreffen wolle, lässt der 40-jährige Grausteiner allerdings noch offen. 1632 Kilometer standen 2025 in seiner Endabrechnung. „Es wird wohl in diesem Jahr nichts, noch mehr Kilometer zu fahren“, sagt er vorsorglich.

Im Vorjahr hatte ihn seine Freundin motiviert, auf das Rad zu steigen. Zudem hat es auch gut gepasst, da viel Zeit  zur Verfügung stand. In diesem Jahr sehe es anders aus, erklärt er. Viel Arbeit liege an. Da sei die Zeit zum radeln knapper, sagt Michael Rose.

Diese Rundfahrten sind in Spremberg fürs Stadtradeln vorbereitet

Als große Jubiläumstour zum „Tag der Ortsteile“ ist nach dem Auftakt die zweite Rundfahrt am 14. Juni 2026 ausgeschrieben. Start ist um 9 Uhr auf dem Markt. Angesteuert werden die Kernstadt und alle Ortsteile Sprembergs. Insgesamt 72,5 Kilometern liegen vor den Teilnehmern.

Nicht ganz so lang wird die dritte Rundfahrt (26. Juni 2026, 16 Uhr). Die ist allerdings besonders: Die 30 Kilometer-Tour hat den Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) zum Ziel. „Denn 7,25 Kilometer – angelehnt an das Jubiläum – führen durch den Industriepark“, erklärt Siegfried Jung. Damit trägt die Tour auch Bildungscharakter. Sie steht unter dem Motto „Spremberger Industrie – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“. Eine gesonderte Anmeldung für die Radelbegeisterten ist allerdings erforderlich, um den reibungslosen Zugang zum Industriepark zu gewährleisten, weist Siegfried Jung hin.

Koordiniert wird die lokale Aktion vom Bereich Wirtschaftsförderung der ASG Spremberg GmbH. Teams können sich über die Online-Plattform für die diesjährige Ausgabe registrieren. Dort gibt es auch weitergehende Informationen für die einzelnen Touren. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Abgeschlossen wird die Radel-Aktion während des „Heeme fehlste!“-Sommerfestes. Das findet im Innenhof des historischen Postgebäudes Spremberg am 7. August statt. Um 19 Uhr werden die besten Radler und Gruppen vom Stadtradeln ausgezeichnet.