725 Jahre Spremberg
: Zum großen Jubiläum sucht die Stadt einen eigenen Song

Spremberg feiert seinen 725. Geburtstag mit vielen Höhepunkten. Jetzt könnte die Stadt auch ein eigenes Lied erhalten. Ein „ungewöhnlicher Wettbewerb“ soll dabei helfen.
Von
Marcel Laggai
Spremberg
Jetzt in der App anhören
Michael Apel

Michael Apel koordiniert die Vorbereitungen und Veranstaltungen zum 725-jährigen Stadtjubiläum von Spremberg (Spree-Neiße).

Marcel Laggai, Detlef Bogott. Montage: Katrin Janetzko
  • Spremberg sucht zum 725. Stadtjubiläum ein Lied über die „Perle der Lausitz“.
  • Michael Apel koordiniert das Jubiläum und ruft zu einem Lied-Wettbewerb auf.
  • Gesucht sind Texte oder Refrains ohne feste Vorgaben – alle Stile sind willkommen.
  • Einsendungen bis Montag, 15. Juni 2026: per E-Mail oder in der Touristinformation.
  • Eine Jury wählt das Gewinnerlied, der Auftrittsort richtet sich nach Kontext und Stil.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Jeder Fußballverein hat sie: eine eigene Hymne. Anlässlich seines 60-jährigen Jubiläums hat der FC Energie Cottbus jüngst zum Beispiel erst eine neue bekommen. Der Hip-Hop-Track „Rausch“ stammt von Rapper Krom. Unangefochten bleibt allerdings die musikalische Liebeserklärung des Musikers Alexander Knappe an den FCE: „Wir kommen auch morgen noch wieder“.

Doch auch abseits der Sportwelt gibt es Hymnen, die sich beispielsweise auf konkrete Orte beziehen. So hat der Dresdner Sänger Christoph Maaß dem Senftenberger See etwa mit dem Song „Hier“ ein Denkmal gesetzt und ihn als Seelenort bezeichnet. Derweil feiert das 1923 von Gustav Büchsenschütz geschriebene Heimatlied „Märkische Heide, märkischer Sand“ generell die märkische Landschaft.

Nun wird aber auch für Spremberg (Spree-Neiße) ein eigenes Lied beziehungsweise eine eigene Hymne gesucht.

Ehemaliger SKK-Chef von Spremerg ist Oberplaner des Jubiläums

Anlässlich des 725-jährigen Stadtjubiläums kam die Idee zu einem Lied über Spremberg auf. Der große Geburtstag wird bereits seit mehreren Monaten vorbereitet, es sind unzählige Veranstaltungen über das gesamte Jahr 2026 hinweg geplant. Schirmherr oder vielmehr Oberplaner ist Michael Apel.

Für den ehemaligen Chef der SKK Spremberger Kino und Kultur GmbH ist dies sozusagen die letzte Amtshandlung. Seit dem 1. März 2026 hat nämlich die Sprembergerin Celine Scholka die Leitung der SKK übernommen. Somit kann sich Apel uneingeschränkt auf das Stadtjubiläum konzentrieren. Doch warum braucht Spremberg ausgerechnet jetzt eine eigene Hymne? Apel stellt zunächst einmal klar, dass ihm dabei überhaupt keine Hymne vorschwebt.

„Da muss ich immer an die Nationalhymne denken, die Massen bewegt. Aber das ist überhaupt nicht die Intention dahinter.“ Statt Pathos soll es vielmehr um Spremberg gehen, weshalb er sich für einen Lied-Wettbewerb entschieden hat. Konkrete Themen oder sonstige Vorgaben gibt es nicht. So könnte es in dem Lied etwa um besondere Erlebnisse gehen, die musikalisch verpackt werden.

„Und ich denke, dass unser Stadtgeburtstag der perfekte Rahmen ist, um zu solch einem ungewöhnlichen Wettbewerb aufzurufen.“ Er könne sich auf jeden Fall auch eine Liebeserklärung an Spremberg vorstellen, die beispielsweise als Bänkelsang interpretiert werden könnte. Dabei handelt es sich um eine historische Form des erzählenden Gesangs aus dem 19. Jahrhundert. Damals standen fahrende Sänger auf kleinen Bänken und berichteten über dramatische Nachrichten und rührselige Begebenheiten.

Laut Apel könnte ebenso die Sehnsucht nach der alten Heimat oder vielmehr Spremberg in einem Lied verarbeitet werden. Doch sieht der ehemalige SKK-Chef dies lediglich als Anregung und lässt den kreativen Liedschreibern ansonsten gänzlich freie Hand. „Der Song kann sich dabei durchaus auch auf die Ortsteile beziehen und muss sich nicht zwingend um die Kernstadt drehen“, fügt er hinzu.

Bis Mitte Juni kann der Song für Spremberg eingereicht werden

Aber was, wenn der Texter oder die Texterin überhaupt nicht singen kann? „Das ist überhaupt kein Problem, denn erst einmal suchen wir ein Lied und keinen 1A-Song mit Sänger oder Sängerin.“ Zunächst werden demnach die Liedtexte gesammelt und anschließend wird entschieden, wie eine Umsetzung realisiert werden könnte, erklärt Apel. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2026. Über das Gewinnerlied wird abschließend eine Jury abstimmen.

Die Besetzung steht zwar bislang nicht fest, aber es sollen auf jeden Fall Leute dabei sein, die Ahnung von Musik haben. Allerdings bezieht sich der Wettbewerb nicht ausschließlich auf Liedtexte. Apel zufolge können sich auch Personen melden, die unter anderem einen Refrain im Kopf haben, der ebenfalls zum Lied-Wettbewerb eingereicht werden könnte. Ob sanft, eingängig, melodiös oder ungewöhnlich – alles ist möglich, um dem Wettbewerb keine Grenzen zu setzen. Musikalische Vielfalt ist demzufolge explizit erwünscht.

Wo und wann das fertige Lied zu hören sein wird, ist aktuell aber noch völlig offen. Laut Apel sind Kontext und Stil entscheidend. „Ein Lied mit künstlerischem Anspruch würde beispielsweise überhaupt nicht in den Rahmen des Heimatfestes passen.“ Er ist sich allerdings sicher, dass es bei dem vollen Terminplan des laufenden Jubiläumsjahres auf jeden Fall die passende Veranstaltung geben wird.

Und tatsächlich ist es nicht der einzige Wettbewerb, der im Rahmen des Stadtgeburtstags stattfindet. So gibt es auch einen Film- sowie einen Fotowettbewerb mit einem Naturkontext vom NABU und einem sorbischen/wendischen Kontext. Michael Apel hofft derweil auf rege Teilnahme der Bürger, um die kreative Ader und den Puls von Spremberg zu verdeutlichen.

Lied für Spremberg wird gesucht

Pünktlich zum 725. Stadtjubiläum von Spremberg gibt es einen eigenen Lied-Wettbewerb für Jung und Alt. Aufgerufen sind alle Sprembergerinnen und Spremberger, ein Lied über die „Perle der Lausitz“ zu schreiben.

Einsendeschluss ist am Montag, 15. Juni 2026:

Per E-Mail: veranstaltungen@skk-spremberg.de

In der Spremberger Stadt- und Touristinformation im Bürgerhaus (Am Markt 2)