Im öffentlichen Nahverkehr des Spree-Neiße-Kreises scheint die Maskenpflicht aktuell wenig Probleme zu bereiten. Und trotzdem steht die Kreisverwaltung bereits in engem Kontakt mit seinen drei Busdienstleistern, schließlich gilt seit dem 5. September auch in Brandenburg ein Bußgeld zwischen 50 und 250 Euro bei wiederholten Maskenverweigerern. Das berichtet Carsten Billing auf RUNDSCHAU-Anfrage.
Als Dezernent für Wirtschaft, Finanzen, Ordnung, Sicherheit und Verkehr verfolgt er die derzeitigen Entwicklungen aufmerksam und regelmäßig. Gleichwohl hebt er hervor, dass die derzeitige Maskenpflicht von den Nutzern der Öffis weitestgehend eingehalten werde. Schließlich sei das Betreten der Landkreis-Busse ausschließlich mit Maske erlaubt, so Billing. „Bislang gibt es dort auch keine Probleme.“

Zwangshalt oder Rauswurf sind keine Option

Doch wie sieht es aus, wenn die Leute auf ihren Plätzen sitzen? Diesen Punkt gilt es abschließend noch zu klären. Zwar können der Fahrer verbal darauf Hinweisen, darüber hinaus seien ihm aber die Hände gebunden. Ein Zwangshalt oder gar Rauswurf? Keine Option! Erst recht, wenn man bedenkt, dass der Schülerverkehr den Großteil der Beförderung ausmacht, wie der Dezernent erklärt.
„Und weil wir wissen, dass Kinder manchmal ziemlich verträumt sind und die Maske schnell vergessen, haben wir dafür auch welche an Bord.“ Allerdings weist Billing darauf hin, dass dies nicht zur Regel werden dürfe. Also lediglich für Ausnahmefälle. Erwachsen sollten indes stets eine Maske parat haben und diese auch in den Verkehrsmitteln tragen. Sollte dies nicht ernst genommen werden, sei die Alarmierung der Polizei das äußerste Mittel.
Wie es mit möglichen Kontrollen aussehen soll, ist derzeit noch nicht geklärt. Allein, weil schlichtweg die Kapazitäten dafür fehlen. „Deshalb können wir, wenn dann, nur Stichproben durchführen.“ Diese würden auf Hinweise hin oder an Schwerpunkten geschehen, fügt Billing hinzu.