Kupfer in Spremberg
: LR inside bietet Einblick in die umstrittenen Bergbau-Pläne

Die Pläne von KSL in Spremberg werden heiß diskutiert: 1000 Arbeitsplätze sollen entstehen, zugleich gibt es Sorge um mögliche Umweltschäden. LR‑Leser dürfen nun mehr über die Vorhaben erfahren.
Von
Bernd Töpfer
Spremberg
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Die Pläne für ein Kupferbergwerk in Spremberg sehen viele kritisch: Blas Urioste, Projektmanager der Kupferschiefer Lausitz GmbH Spremberg (KSL), versucht Kommunalpolitiker und Bürger seit Jahren mitzunehmen.

Im KSL-Infopoint Spremberg hat Blas Urioste (rechts), Geschäftsführer der Kupferschiefer Lausitz GmbH Spremberg (KSL), die Pläne für ein Kupferbergwerk in Spremberg vorgestellt.

Makar Atenev/KSL
  • KSL plant ein untertägiges Kupferbergwerk unter Spremberg und Graustein ab Mitte der 2030er.
  • Die Lagerstätte liegt in 800 bis 1.500 Metern Tiefe und umfasst 130 Mio. Tonnen Erz.
  • Neben Kupfer enthält das Erz mehrere Tausend Tonnen Silber – geologische Gutachten belegen das.
  • Befürworter sehen Versorgungssicherheit, Kritiker fürchten Schäden an Fundamenten und Trinkwasser.
  • LR inside lädt am Mittwoch, 23. September, zu Infotermin in Spremberg und Expertenbesuch in Freiberg.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH plant nach heutigem Stand, ab Mitte der 2030er Jahre ein modernes untertägiges Kupferbergwerk zu betreiben. Die Lagerstätte unter Spremberg und Graustein liegt in etwa 800 bis 1.500 Metern Tiefe. Die Menge kupferhaltigen Erzes umfasst 130 Millionen Tonnen. Sie enthält neben Kupfer auch mehrere Tausend Tonnen Silber. So weisen es geologische Gutachten aus.

Die Förderung in der Lausitz und damit in einer Region mit Bergbautradition könnte einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und die Abhängigkeit von Kupferimporten verringern. Zudem bleibt der Region die Bergmannstradition erhalten, wenn auch nach dem großflächigen Braunkohletagebau nunmehr tief unter der Erde.

Aber genau dort liegt auch das Spannungsfeld: In Spremberg und Umgebung ist das Vorhaben umstritten. Der Verein Natura Spremberg sieht Fundamente von Häusern und das Trinkwasser bedroht.

LR inside als besonderes Format – diesmal in Spremberg

LR inside ist ein Format, in dem die LR ihren Abonnenten Lust auf die Region und den Wandel machen will. Was macht unsere Heimat zur dynamischsten Region Deutschlands, wo steckt das Potenzial und worauf können wir uns in Zukunft freuen? Diese Fragen werden bei LR inside  an verschiedenen Stationen in der Region beantwortet.

Blas Urioste

Blas Urioste erläutert bei LR inside die Pläne der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH in Spremberg-Graustein. Der zweite Teil findet in Freiberg statt.

Annett Igel

Diesmal bringt LR inside Befürworter und Kritiker dieses Milliarden Euro schweren Kupfer-Projektes zusammen. Teilnehmer können sich ein eigenes Bild von den Plänen des Unternehmens KSL machen und mit Fachleuten ins Gespräch kommen. Dazu laden die Lausitzer Rundschau und die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH ein.

Am Mittwoch, 23. September, startet die Leserreise, zu der auch ausdrücklich Kritiker des Vorhabens eingeladen sind. Treffpunkt ist um 9.15 Uhr am KSL-Infopoint in Spremberg. Anschließend stellt Blas Urioste, Geschäftsführer der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH, das Projekt Spremberg-Graustein vor.

Das ist bei LR inside in Freiberg geplant

Im zweiten Teil geht es mit dem Bus nach Freiberg (Sachsen), wo nach einer Mittagspause Experten auf die Leserinnen und Leser warten. Damit wird den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, sich unmittelbar bei Fachleuten über die Aufbereitung von Erzen und speziell von Kupferschiefer zu informieren und Fragen zu stellen.

Der Grund für die Tour nach Freiberg liegt auf der Hand: Die Leserinnen und Leser sollen nicht nur die Darstellung des Projektes von KSL in Spremberg kennenlernen, sondern auch Fachleute hören. Das erfolgt über den Zugang zu unabhängiger wissenschaftlicher und technischer Expertise. Sowohl Spezialisten der TU Bergakademie Freiberg als auch aus dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie, mit denen KSL zusammenarbeitet, sind informiert.

Die fachliche Führung in Freiberg übernimmt Dr. Martin Rudolph vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie. Der Experte für Flotation, ein physikalisch-chemisches Trennverfahren,  verfügt über besondere Erfahrung mit der Aufbereitung von Kupferschiefer. Er erläutert die Grundlagen der Aufbereitung kupferhaltiger Erze und insbesondere der Flotation. Anschließend ist eine Fragerunde geplant.

Die Veranstaltung, die sich nur an Abonnentinnen und Abonnenten der LR richtet, ist für die Teilnehmenden kostenlos. Eine Mittagspause mit einem kleinen Imbiss ist geplant. Die Rückkehr nach Spremberg ist gegen 18.30 Uhr geplant.

Format LR inside – alle Informationen auf einen Blick

Was? Exklusiver Besuch vom KSL-Infopoint in Spremberg mit Fragerunde und Fahrt nach Freiberg zum Treffen mit Martin Rudolph vom Helmholtz-Institut mit Fragerunde. Wo? Treff am KSL-Infopunkt Spremberg (Ladengeschäft City-Center, Am Markt 5). Wann? Mittwoch, 23. September,  von 9.15 bis gegen 18.30 Uhr. Für wen? Exklusiv und kostenlos für Abonnentinnen und Abonnenten der Lausitzer Rundschau. Anmeldung: www.lr.de/inside