Eis in Burg
: Gurkeneis selbstgemacht - Blick in die Eisvogel Manufaktur im Spreewald

Es war ein einmaliger Einblick: Die Eisvogel Manufaktur in Burg im Spreewald hat LR -Leser hinter die Kulissen blicken lassen und verraten, wie das Spreewälder Gurkeneis gezaubert wird.
Von
Solveig Schneider
Burg
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Abonnenten dürfen beim Eisvogel in Burg (Spreewald) hinter die Kulissen schauen. Wie wird das beliebte Spreewälder Gurkeneis eigentlich hergestellt?

Im Eisvogel in Burg (Spreewald) darf nicht nur geschaut, sondern auch gemacht werden. LR-Leser haben es probiert und das beliebte Spreewälder Gurkeneis selbst hergestellt - und gekostet.

Solveig Schneider
  • LR Inside: Eisvogel in Burg öffnete die Manufaktur für exklusive Einblicke.
  • Gäste stellten Spreewälder Gurkeneis selbst her und probierten weitere Sorten.
  • Zutaten kamen regional: Bio-Milch aus Byhleguhre und Gurken von Bauer Lutz Duschka.
  • Eisbasis ohne Ei und Sahne, mit Milch, Dextrose, Glukose und Inulin für Cremigkeit.
  • Produktion: Pasteurisierer, Mixer und italienische Eismaschine – danach Schockfroster.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Spreewälder Gurkeneis ist beliebt, begehrt und lecker. Aber wie wird’s gemacht? Beim ersten Termin des neuen Formats LR Inside hat der Eisvogel in Burg (Spreewald) LR-Abonnenten exklusiv in die Manufaktur eingeladen. Statt vor der Theke Schlange zu stehen, ging es für die Gäste direkt hinter die Kulissen, wo gemixt, gerührt und gefroren wird.

Das Interesse an der ersten Veranstaltung von LR Inside ist groß. Mehr als 20 Abonnentinnen und Abonnenten kommen nach Burg. Die Teilnehmer-Anzahl ist begrenzt, aber weitere LR insinde-Veranstaltungen sind bereits geplant.

LR-Leser dürfen in Burg selbst Spreewälder Gurkeneis herstellen

Wie wird aus Milch, Zucker und frischen Gurken jene Sorte, die längst zu den ungewöhnlichsten Eisideen aus dem Spreewald zählt? Das wissen die Eisvogel- Inhaber Martin Libutzki und Christin Jarick, die den Gästen zunächst die Grundidee ihrer Arbeit erklären. „Für das Gurkeneis, das Sie heute selbst herstellen dürfen, habe ich heute Morgen frische Bio-Milch aus Byhleguhre abgeholt“, erzählt Martin Libutzki. Und die Gurken stammen von Bauer Lutz Duschka aus Burg (Spreewald). Daher heißt der offizielle Name der Eissorte „Bauer Lutzes Spreewaldgurke“.

Überrascht sind die Besucher zunächst von der Eisküche selbst. Sie ist nicht so groß wie erwartet, sondern eher kompakt und auf das Wichtigste konzentriert. „Der Vorteil ist auch, dass man kurze Wege hat“, meint Christin Jarick. Doch bevor die Abonnenten ihr eigenes Eis herstellen dürfen, heißt es erst einmal: Hände waschen. Dann erklärt Libutzki die Maschinen, die Abläufe und die Zusammensetzung der Eisbasis.

Die LR-Leser dürfen auch andere leckere Eissorten probieren. Christian Libutzki vom Eisvogel-Team erklärt, wie man es richtig in die Waffeln füllt und verrät auch sonst viele Details hinter der beliebten regionalen Eisdiele.

Die LR-Leser dürfen auch andere Eissorten probieren. Christian Libutzki vom Eisvogel-Team erklärt, wie Waffeln und Becher richtig befüllt werden.

Solveig Schneider

„Im Pasteurisierer wird das Grundeis hergestellt“, sagt er und zeigt auf das Gerät, in dem an diesem Abend die Grundlage für das Gurkeneis vorbereitet wird. Anders als manche erwarten, kommen dabei weder Ei noch Sahne in die Mischung. Verarbeitet werden unter anderem Milch, Dextrose, Glukose und Inulin, ein Ballaststoff aus der Chicorée-Wurzel, der für Cremigkeit sorgt.

Eisvogel in Burg (Spreewald) stellt Eis aus regionalen Zutaten her

Dann geht es ans Werk. Frisch geschnittene Spreewälder Gurken kommen in die vorbereitete Eismasse. „Die haben wir schon vorher geschnippelt, sonst hätte das heute zu lange gedauert“, verrät Libutzki. Mit einem großen Mixer wird die Gurkenmischung anschließend fein zerkleinert.

Nebenan brummt bereits die Eismaschine. Ein robustes Modell, wie Libutzki sagt – „eine gute italienische Maschine, da kann nicht viel kaputtgehen“. Sie sorgt dafür, dass die Eismasse gefriert und dabei durch ständiges Rühren Luft aufnimmt. Das Ergebnis: eine cremige Konsistenz. Auf die Frage einer LR-Abonnentin, was so eine Maschine koste, folgt eine Antwort, die für staunende Blicke sorgt: Vergleichbare Modelle liegen heute bei 30.000 bis 40.000 Euro.

Eisdiele Eisvogel in Burg

Hinter den Kulissen der Manufaktur Eisvogel erklärt Inhaber Martin Libutzk (rechts) den LR-Lesern, wie das Eis in der original italienischen Eismaschine hergestellt wird.

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Kurz darauf quillt schon das frische Eis aus der Maschine. Die Gäste füllen die noch weiche Masse in vorbereitete Behälter und stellen sie anschließend für einige Minuten in den Schockfroster. Dort bekommt das Eis seine endgültige Festigkeit. Das Geheimnis des leckeren Gurkeneises: Es besteht aus frischen, regionalen Zutaten, ist gut verträglich, da es vegan und laktosefrei ist. Und natürlich steckt viel Liebe drin!

Gäste dürfen alle Eissorten kosten und selbst zu Kugeln formen

Neben dem Gurkeneis bietet der Eisvogel auch noch andere leckere Sorten, wie zum Beispiel „Quark mit Leinöl“, „Mohn Marzipan“ oder „Oma Ernas Plinseeis“. Die Gäste dürfen die komplette Palette durchprobieren. Dafür geht es nach vorn an die Eistheke, wo schon die nächste Aufgabe wartet: das richtige Portionieren mit einer Eiskelle. Unterstützt werden die Leser dabei von Christian Libutzki, ebenfalls Mitglied des Eisvogel-Teams.

Schnell zeigt sich: Eine saubere Kugel zu formen, ist gar nicht so leicht, wie es immer aussieht. Selbst für das Reinigen und Trocknen der Kelle gibt es ein eigenes System. „Davon merkt man gar nichts, wenn man sonst ein Eis holt“, stellt eine Teilnehmerin fest.

Im berühmten Spreewaldgurken-Eis beim Eisvogel in Burg stecken nur regionale Zutaten. Die Gurgen sind vom Bauer Lutz Duschka, die Milch kommt vom Milchhof Byleguhre.

Im berühmten Spreewaldgurken-Eis beim Eisvogel in Burg stecken leckere regionale Zutaten. Die Gurken sind vom Bauer Lutz Duschka, die Milch im Eis kommt vom Milchhof Byleguhre.

Solveig Schneider

Das Fazit: Die Tour zum Eisvogel nach Burg hat sich offenbar gelohnt. „Ich habe von dem neuen Format LR Inside gelesen und fand es toll, dass Rundschau-Leser dazu eingeladen werden“, sagt eine Teilnehmerin. Eine andere ergänzt: „Ich esse hier öfter Eis und habe mich gefreut, endlich einmal hinter die Kulissen schauen zu können.

Neben vielen Einblicken gibt es zum Schluss auch noch eine kleine Beruhigung für alle, die beim Probieren vielleicht ein schlechtes Gewissen bekamen. „In einer Kugel Eis steckt nur ungefähr die Süße von einem Stück Würfelzucker“, verrät Christin Jarick augenzwinkernd.

Ein spitzen Argument für eine zweite Kugel Gurkeneis, findet LR-Redaktionsleiterin Angela Boll. „Wir freuen uns, dass unsere Leser das Angebot angenommen haben und auf den Geschmack gekommen sind. Als regionales Nachrichtenportal ist es uns eine Herzensangelegenheit, zu zeigen, was unsere Region alles bietet. Und dafür gibt es jetzt das Format LR inside.“

Am Abend gehen die Gäste mit vielen Eindrücken und einer großen Portion Bewunderung für echtes, regionales Handwerk nach Hause. Als Wegzehrung gibt’s für jeden einen großen Becher des selbst hergestellten Spreewaldgurken-Eises. Einfach himmlisch, unsere Region.

Bewusst genießen

Von der Lausitz bis ins Oderbruch, vom Havelland bis in die Uckermark - Brandenburg ist keineswegs die kulinarische Wüste, als die das Land oft geschmäht wird.

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