Katholische Kirche Spremberg: Bischof Ipolt kommt zur Sanierungsfeier
Indigofarbene Anstriche, die fast unversehrte Holzkapsel von der Grundsteinlegung im Jahr 1886, eine Wandnische nahe dem Eingang, die vermutlich früher ein Gefäß mit Weihwasser trug. Während der Renovierung der katholischen Kirche St. Benno in der Spremberger Bergstraße hat Pfarrer Daniel Laske mit seiner Gemeinde immer wieder freudige Überraschung erlebt.
Wenn am Sonntag, 9 Uhr, der Bischof des Bistums Görlitz, Wolfgang Ipolt, den Altar aus bulgarischem Kalkstein weiht und salbt, endet die mehrmonatige Renovierung. Fast 30 Firmen waren beteiligt — unter anderem Heizungsbauer, Fußbodenleger, Fliesenleger, Maurer, Architekten, Restauratoren, Fensterbauer. „Uns wird jetzt erst bewusst, dass jedes große Fenster zweigeteilt ist“, sagt Pfarrer Daniel Laske. Er lobt den Glaskünstler Helge Warme aus Brieselang. Er habe sich hervorragend mit dem Cottbuser Architekten Thomas Woskowski arrangieren können.
Die Baukosten blieben im Rahmen von rund 550.000 Euro. Eine Summe, an der sich das Bistum Görlitz, das Bonifaziuswerk, das Land und vor allem die St.-Benno–Gemeinde beteiligt haben. Das Kircheninnere erstrahlt in hellen Gelbtönen. Im Kontrast dazu stehen die blau abgesetzten Streifen und Flächen, die die Restauratoren freigelegt haben. Die Abbildung der zwölf Apostel entspricht wieder der aus den 1940er Jahren, als Pfarrer Roman Adamski hier wirkte. Die Figur des Heiligen Bennos steht solitär links, eine neu erworbene Marienfigur rechts.
Adventskranz–Seil mit Fernbedienung
Gewöhnungsbedürftig ist die elektronische Liedanzeige. Auch die Deckenbeleuchtung mutet futuristisch an. Der Adventskranz hängt künftig an einem Drahtseil, das per Fernbedienung herabgelassen werden kann. „Der Gemeindekirchenrat hat sich für all die Neuerungen ausgesprochen“, sagt Pfarrer Laske. „Über manches Detail wurde stundenlang diskutiert. Unsere älteren Gemeindeglieder wünschten sich eine Veränderung des Beichtstuhls. Also haben wir einen neuen angeschafft. Der Clou — der Beichtstuhl hat einen behindertengerechten Zugang.“


