Brunnen in Spremberg
: Frischzellenkur für Wasserspiel auf dem kleinen Marktplatz

Der bekannte Saebisch-Brunnen am Kleinen Markt von Spremberg wird saniert. Das ist geplant, und so lange dauern die Arbeiten.
Von
Marcel Laggai
Spremberg
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Norbert Grimm (links) und Enrico Bogott vom Spremberger Bauunternehmen Napparell bei Ausbesserungsarbeiten am Stadtbrunnen.

Norbert Grimm (l.) und Enrico Bogott vom Spremberger Bauunternehmen Napparell bei Ausbesserungsarbeiten am Stadtbrunnen auf dem kleinen Marktplatz in Spremberg.

Alexander Adam/Detlef Bogott
  • Saebisch-Brunnen am Kleinen Markt in Spremberg wird saniert – Arbeiten haben begonnen.
  • Geplant sind optische Ausbesserungen am Abfluss, an der Gaze und am Brunnenkörper.
  • Die Fachfirma Napparell rechnet vor Ort mit etwa einer Woche für die Arbeiten.
  • Pumpe wurde bereits im Jahr 2025 erneuert, eine grundlegende Sanierung gab es 2008.
  • Vollmert-Brunnen im Stadtpark bleibt unklar: Sanierungsstart war für das Jahr 2026 angekündigt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Frühling nimmt allmählich Fahrt auf und vielerorts beginnt die Brunnensaison. Während die Brunnen am Lapidarium und am Bullwinkel in Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) einsatzbereit sind, muss ein anderer Brunnen vorerst aussetzen. Gemeint ist der Stadtbrunnen auf dem Kleinen Markt, den viele Einwohner eher als Saebisch-Brunnen kennen.

Er ist benannt nach seinem Stifter Max Saebisch. Das Wasserspiel seitlich vom Bürgerhaus steht nämlich vor einer Sanierung. Bereits in der vergangenen Woche wurde der Brunnen für die bevorstehenden Arbeiten vorbereitet.

Ein Bauzaun nebst Pavillon soll der beauftragten Fachfirma ein störungsfreies Arbeiten ermöglichen. Inzwischen sind die Arbeiten planmäßig gestartet. Doch was genau wird am Saebisch-Brunnen gemacht?

Schönheitskur für den Brunnen im Stadtzentrum von Spremberg

Witterung, Reinigungsarbeiten und die tägliche Nutzung haben im Laufe der Jahre sichtbare Spuren hinterlassen. Laut Angaben der Stadtverwaltung ist der Abfluss spröde, die Gaze ist stellenweise sichtbar und kleine Wasseradern durchziehen den Brunnenkörper.

Diese überwiegend optischen Ausbesserungsarbeiten sollen innerhalb einer Woche abgeschlossen sein. So lautet zumindest die Auskunft der vor Ort aktiven Arbeiter der beauftragten Fachfirma Napparell. Bereits im Jahr 2025 erfolgte die Erneuerung der Pumpe. Eine grundlegende Sanierung des Brunnens erfolgte allerdings schon im Jahr 2008, nachdem er von seinem ursprünglichen Standort an der Polizeiwache an seinen jetzigen Platz versetzt worden war. Unklar ist noch, welche Kosten der Stadt durch die aktuelle Maßnahme entstehen.

Den historischen Zeitungsberichten ist zu entnehmen, was die Errichtung des Brunnens im Jahr 1930 gekostet hat. Laut einem Artikel des „Spremberger Anzeigers“ vom 20. Dezember 1930 beliefen sich die Kosten auf 10.000 Reichsmark. Nach unterschiedlichen Quellenangaben entspricht dies einem Wert von heute knapp 50.000 Euro.

Tatsächlich war der Namensgeber Max Saebisch seinerzeit nicht nur der Stifter des Brunnens, sondern auch der Verleger des „Spremberger Anzeigers“. Somit ist der Stadtbrunnen eng mit der Spremberger Stadtgeschichte verbunden, weshalb er seit jeher eine besondere Aufmerksamkeit erfährt und sicherlich bald auch wieder sprudelt.

Derweil ist noch immer unklar, ob der große Springbrunnen im Stadtpark eines Tages wieder seinen Betrieb aufnehmen kann. Der Vollmert-Brunnen, geschaffen von Manfred Vollmert im Jahr 1974, wurde im Juli 2018 nämlich mutwillig zerstört. Im Sommer 2025 hieß es zumindest, dass die Sanierungsarbeiten im Jahr 2026 aufgenommen werden sollen.