Das Sommerferienticket der Stadt Spremberger ist begehrt. Seit Dienstag, 28. Juni, kann es im Freibad Kochsagrund und seit dem 1. Juli im Freibad Schwarze Pumpe für fünf Euro gekauft werden. Innerhalb der brandenburgischen Sommerferien vom 7. Juli bis 19. August kommen die Schüler nach diesem einmaligen Entgelt in die beiden Freibäder. Wie viele Ferientage sie tatsächlich im Bad verbringen, könnt am Ende sogar zusammengetragen werden: Die Karte hat einen inneren Teil, an dem die Besuche abgezeichnet werden.

Stadt lässt Tickets nachdrucken

Doch schon vor Beginn der Sommerferien droht die erste Auflage von 500 Tickets ausverkauft zu sein. „Das wäre ärgerlich“, sagt Silvana Reininger, die Sachgebietsleiterin für Kultur, Sport und Jugend in der Spremberger Stadtverwaltung, „deshalb haben wir jetzt Tickets nachdrucken lassen.“
Allein an der Oberschule in Spremberg lernen knapp 400 Mädchen und Jungen, noch deutlich mehr sind es am Spremberger Erwin-Strittmatter-Gymnasium. In Sprembergs größter Grundschule Kollerberg werden rund 300 Kinder unterrichtet, in der Lindgren-Grundschule rund 200 Kinder. Fünf Grundschulen hat Spremberg insgesamt.

Allein in der Oberschule lernen 400 Mädchen und Jungen

Klar, nicht alle Schülerinnen und Schüler gehen gern ins Freibad und nicht alle Kinder in den hiesigen Schulen leben in Spremberg. Aber auch für Kinder aus Nachbarkommunen – ob im Land Brandenburg oder im Freistaat Sachsen – soll das Ticket gekauft werden können. Zudem haben Auszubildende und Schüler über 18 Jahre auch ein Anrecht darauf. Ein Altersnachweis, in geeigneter Form zum Beispiel durch einen Schülerausweis und den Personalausweis ist in nicht offensichtlichen Fällen nötig. Nur Studenten haben keine Chance, obwohl sie, anders als Azubis, kein Lehrgeld bekommen.
Doch das Sommerferien-Badespaß-Ticket, wie es ausformuliert heißt, ist eine Premiere. Kontrovers war es im Stadtparlament diskutiert worden. Erfahrungen sammelt die Stadt erstmals damit, wie die Stadtverwaltung bestätigt, und die würden dann auch ausgewertet. „Schulen haben das Ticket geordert, um damit den Mädchen und Jungen eine kleine Anerkennung zum Zeugnis zu geben. Großeltern kaufen es, um es den Enkeln zu schenken“, sagt Silvana Reininger. Sogar Vereinen sei es angeboten worden.