Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat am Samstag in Brandenburg an der Havel an zehn Bürger den Verdienstorden des Landes Brandenburg verliehen. Sie wurden für außerordentliche Verdienste um das Land und seine Bevölkerung geehrt.
Zwei Auszeichnungen gingen in die Lausitz. So wurde der BASF-Geschäftsführer Jürgen Fuchs ausgezeichnet. In der Begründung für die Auszeichnung heißt es, Fuchs sein ein „Impulsgeben für den Nachhaltigkeitsgedanken“.

Brandenburg als Standort der Elektromobilität

Seit dem 1. Oktober 2016 leitet er die Geschicke des Unternehmens mit über 2000 Beschäftigten und setze sich besonders für die Förderung von Jugendlichen sowie die Nachwuchsgewinnung ein. Mit der jüngsten Entscheidung zur Produktion von Kathoden-Materialien für Batterien in Schwarzheide gehe das Unternehmen neue Wege. Brandenburg komme so seinem Ziel deutlich näher, sich zu einem europäischen Standort der Elektromobilität zu entwickeln.
Das Thema Nachhaltigkeit ist Jürgen Fuchs auch als ehrenamtlicher Sprecher im Cluster „Kunststoffe und Chemie Brandenburg“ wichtig. Darüber hinaus ist er Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie und Vorstandsmitglied der Wirtschaftsinitiative Lausitz. Als Arbeitgebervertreter kämpft er für moderne Tarifpolitik und eine stärkere Tarifbindung.

Tierschutz mit Leib und Seele

Eine weitere Auszeichnung ging an die Biologin Dr. Annett Stange. Sie sei „Tierschützerin mit Leib und Seele“ hieß es in der Begründung. Annett Stange setzt sich für das Wohl kranker und verlassener Tiere ein. Seit 1999 arbeitet sie ehrenamtlich für das Tierschutzligadorf in Neuhausen an der Spree (Landkreis Spree-Neiße). Der Schutz der Tiere steht für sie an erster Stelle. Vor allem Hunde und Katzen, aber auch viele Kleintiere finden hier ein neues Zuhause, auf Zeit oder für immer.
Seit 2008 ist Annett Stange hauptamtlich Leiterin des Tierschutzligadorfs. Zudem ist sie Mitglied der Geschäftsleitung der Tierschutzliga Stiftung Tier und Natur und für alle zur Stiftung gehörenden Tierheime zuständig.
Derzeit betreut sie elf Tierheime und 1500 Tiere. Mit viel Engagement setze sich die Biologin zudem für die Präzisierung des Tierschutzgesetzes ein und thematisiert damit drängende Fragen zum Verhältnis zwischen Mensch und Tier.
Informationen über die weiteren Ausgezeichneten gibt es hier.