Silvester 2024
: Das wünschen sich Menschen rund um Senftenberg für 2025

Für das neue Jahr 2025 haben Menschen aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz viele Wünsche und Hoffnungen. Ob im Privaten oder in der Politik. Eine Umfrage.
Von
Uwe Hegewald
Senftenberg
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Neujahrswünsche

Die Menschen in Südbrandenburg wünschen sich für das neue Jahr 2025 vor allem anhaltende oder wiederkehrende Gesundheit. Und was noch?

Uwe Hegewald/sevenSkies/stock.adobe.com/Motange: Sebastian Schubert
  • Menschen in Südbrandenburg wünschen sich vor allem Gesundheit und Wohlbefinden für 2025.
  • Eva Oswald hofft auf gute Zusammenarbeit in der Pflege; Peter Biegel auf Frieden und Olaf Scholz als Kanzler.
  • Viola Jahn betont die Bedeutung von zwischenmenschlichen Werten; Holger Fickelscherer wünscht sich mehr Kommunikation.
  • Carina Zuranski will bessere touristische Anbindung; Andreas Kupfer fordert weniger Bürokratie in der Landwirtschaft.
  • Stephanie Schneider verlangt mehr Akzeptanz für Rettungskräfte; Andreas Kiesel kritisiert hohe Gema-Gebühren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie schon im Vorjahr sehnen sich die Teilnehmer unserer Umfrage eine anhaltende oder wiederkehrende Gesundheit herbei. Darin eingeschlossen Glück und Wohlergehen für sich selbst, für Familienmitglieder, Freunde, Bekannte und alle anderen nahestehenden Personen. Und was begehren die Südbrandenburger sonst noch?

Eva Oswald, Großräschen: Für mein fünfköpfiges Team und für mich wünsche ich mir weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit Dienstleistern der Pflege/Betreuungsbranche. Es geht um Akzeptanz, Toleranz und ein ausgewogenes Miteinander, um unseren Patienten in der Intensivpflege „Lebenskraft“ einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Viele Außenstehende können sich kein Bild von unserer verantwortungsvollen Arbeit machen, in die wir viel Herzblut stecken. Unser tägliches Anliegen ist es, unseren Besucherinnen und Besuchern trotz ihrer schweren Erkrankungen ein würdevolles Leben zu gestalten.

Peter Biegel, Senftenberg: Ich hoffe, dass Olaf Scholz im Februar erneut zum Bundeskanzler gewählt wird. Mit seinem strikten Nein zur Stationierung von Taurus-Marschflugkörpern in der Ukraine hat er Besonnenheit und Weitsicht bewiesen und dafür gesorgt, dass Deutschland nicht in einen Krieg verwickelt wird. Generell wünsche ich mir, dass alle bestehenden oder angestrebten Friedensmissionen gelingen und die Weltkriegsgefahr gebannt wird. Bei den Kriegswirren in der Ukraine und im Nahen Osten sind die anhaltenden Konflikte in Afrika in den Hintergrund gerückt, die vielfachen Tod und anhaltende Flucht zur Folge haben.

Wunsch aus Saalhausen und Ruhland: Bessere Kommunikation

Viola Jahn, Saalhausen: Für mich stehen keine materiellen Werte im Fokus. Wünschenswert wäre es, wenn die Menschen wieder zu den ganz normalen Umgangs- und Höflichkeitsformen zurückfinden und ein ausgewogenes Miteinander pflegen. Zwischenmenschliche Beziehungen sind in den bestehenden, hektischen Zeiten immer stärker in den Hintergrund gerückt, was das gesellschaftliche Zusammenleben zunehmend erschwert. Wenn sich die Leute auf Werte wie Frieden, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit aber auch Rücksichtnahme und Respekt zurückbesinnen, ist uns allen geholfen. Wollen wir hoffen, dass viele der Tugenden in 2025 Einzug halten.

Holger Fickelscherer, Ruhland: Das Kommunizieren ist uns verloren gegangen, obwohl uns suggeriert wurde, dass sich die Verständigung mit Einzug von Internet und Social-Media spürbar verbessert. Die Leute isolieren sich zunehmend, wodurch Gesprächskontakte auf der Strecke bleiben oder seltene Blüten treiben. Die Politik ist das beste Beispiel dafür. Wenn ich die kriegerischen Konflikte in der Welt sehe, wird mir angst und bange, dass wir in einen Strudel gerissen werden. War der Weltfrieden vor 20 Jahren noch intakt, bin ich in Sorge um unsere Nachfolgegeneration. Ich hoffe, dass die Entscheidungsträger zur Vernunft kommen.

Carina aus Sedlitz wünscht sich touristische Anbindung an See

Carina Zuranski, Sedlitz: Dass die Entwicklung des Seenlandes voranschreitet, ist ein Herzenswunsch. Schade nur, dass Sedlitz als Anrainer des Großräschener und des Sedlitzer Sees bei der touristischen Entwicklung leer auszugehen droht. Für das Werben neuer Mitglieder unserer Wohnungsgenossenschaft „Frohe Zukunft“ hätte sich ein Strandbereich am Großräschener See als Idealfall erwiesen. Leider hatte unsere Mutterstadt Senftenberg dafür kein Gehör. Wir alle hoffen nur, dass sich das am Sedlitzer See nicht wiederholt. Wie es funktioniert, ist mit der Errichtung des Sedlitzer Kletterfelsens unter Beweis gestellt worden.

Andreas Kupfer, Lindenau: Ich hoffe, dass es uns im neuen Jahr gelingt, die Bürokratie deutlich herunterzufahren, unter denen Landwirte zu leiden haben. Wir wollen unsere Kultur-Landschaft pflegen und gestalten und unsere Kraft und Energie nicht an den Schreibtischen verschwenden. An die Politik appelliere ich, für den Erhalt regionaler Landwirtschaft zuverlässige Rahmenbedingungen zu schaffen, die auch längerfristig Bestand haben. Wir wollen investieren, benötigen aber, wie zum Beispiel zum Optimieren von Tierwohlstufen, stabile Bedingungen, mit denen sich arbeiten lässt. Ich bin hoffnungsvoll, dass uns das gelingt.

Stephanie aus Senftenberg fordert mehr Akzeptanz für Retter

Stephanie Schneider, Senftenberg: Die Akzeptanz für Einsatzkräfte muss zurückgewonnen werden. Dass Polizei, Feuerwehr, THW, medizinischer Rettungsdienst oder der Katastrophenschutz bei Einsätzen angegriffen werden, geht gar nicht. Hut ab vor allen Personen, die sich die Zeit nehmen, um Nachwuchskräfte zu gewinnen und diese ausbilden. In unserer Stadt ist es uns gelungen, eine neue Kinderfeuerwehr zu gründen. An der Seite kompetenter Jugend-Feuerwehrwarte erlernen die Einsatzkräfte von morgen den Umgang mit Technik aber auch das Pflegen von Kameradschaft und Zusammenhalt. Daran wollen wir 2025 anknüpfen.

Andreas Kiesel, Annahütte: Ich hätte da einen Wunsch, den sicherlich viele Veranstalter und Kulturschaffende mittragen: Ein Stopp der stetig steigenden Gema-Gebühren, die inzwischen aus dem Ruder geraten sind. Das trifft selbst kleine Vereine, die es immer schwerer haben ihren Mitmenschen Kunst und Kultur zu bieten. Karnevalsvereine, Chöre und andere Organisationen sind stellvertretend zu nennen, zuletzt waren es die Veranstalter von Weihnachtsmärkten, die für musikalische Umrahmung zur Kasse gebeten werden. Da auch das Budget aus öffentlicher Hand immer schmaler wird, droht die Kultur hinunterzufallen.