Wasser in OSL: Trotz Dauerregens – Entnahmeverbot aus Schwarzer Elster bleibt

Das Flussbett der Schwarzen Elster in Südbrandenburg zeigte sich in den vergangenen Jahren immer wieder komplett ausgetrocknet, hier am Neuen Wehr in Senftenberg-Buchwalde.
Patrick Pleul/dpa- Trotz Regen im Juli bleibt das Pumpverbot für Wasser aus der Schwarzen Elster bestehen.
- Juli 2023 brachte 135 l/m² Regen – mehr als doppelt so viel wie der Sollwert (54 l/m²).
- Wasserstand der Schwarzen Elster bleibt durch Verkrautung trügerisch niedrig.
- Im Spreewald wurde das Wasserentnahmeverbot am 26. Juli 2023 aufgehoben.
- Aktuelle Pegeldaten und Verbotsinfos sind online auf osl-online.de und im Pegelportal Brandenburg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was war das für ein Monat! Der Juli startete mit Trockenheit und Temperaturen um 38 Grad Celsius im Schatten. Doch nach ein paar Tagen war Schluss damit. Stattdessen bestimmten fortan feuchte und kühle Luftmassen das Lausitzer Wetter. Gefühlt jeden Tag hatte es geregnet. „Mit einer Monatsniederschlagssumme von 135 Liter je Quadratmeter wurde der Sollwert (54 l/m²) pulverisiert. Mit diesem Wert reihte man sich in der Messhistorie unter den Top Ten ein. In den letzten 20 Jahren fielen nur der Juli 2011 und der Juli 2005 nasser aus“, heißt es im Monatsresümee des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Brandenburg.
Doch nach wie vor bleibt das Wasserentnahmeverbot aus der Schwarzen Elster weiter in Kraft. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz hatte seit Juni angesichts der damals anhaltenden Trockenheit sowie niedriger und weiter sinkender Wasserstände zwei entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen. Diese beinhalteten das Verbot zur Wasserentnahme mit Pumpen aus oberirdischen Gewässern.
Pumpen bleiben tabu, Gießkannen sind erlaubt
„Aufgrund der anhaltenden wasserwirtschaftlichen Verhältnisse gilt weiterhin ein vollständiges Verbot der Wasserentnahme im Teileinzugsgebiet der Schwarzen Elster“, sagt Kreissprecherin Sarah Werner. Die Entnahme von Wasser per Gießkanne im verantwortungsvollen Rahmen könne weiterhin erfolgen. Der Abfluss am Richtpegel Biehlen 1 bewegt sich nach Angaben des Landesamtes für Umwelt (LfU) immer noch im mittleren Niedrigwasserbereich.
Die Niedrigwasserampel für den Pegel Biehlen 1 ist daher immer noch rot, auch wenn der Wasserstand in der Schwarzen Elster teilweise einen anderen Eindruck erwecke. Grund dafür sei die starke Verkrautung im Fluss. Das ergangene Verbot werde fortlaufend mit Blick auf die wasserwirtschaftlichen Verhältnisse auf den behördlichen Prüfstand gestellt.
So sieht es jetzt im Spreewald aus
Anders verhält sich die Situation im Spreewald. Die Maßnahmen im mittleren Spreegebiet in Niedrigwasserzeiten werden wieder auf Normalbetrieb umgestellt. Das zuletzt geltende Wasserentnahmeverbot aus oberirdischen Gewässern sei daher mit Wirkung zum 26. Juli 2025 aufgehoben worden. Wasser dürfe wieder mithilfe von Pumpvorrichtungen entnommen werden.
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz bittet weiterhin um einen sparsamen und bewussten Umgang mit dem Wasser. Aktuelle Informationen zu geltenden Wasserentnahmeverboten veröffentlicht die Behörde auf ihrer Internetseite www.osl-online.de. Pegeldaten zu den einzelnen Flussgebieten präsentiere das LfU im Pegelportal Brandenburg. Die Niedrigwasserampel zu den einzelnen Messstellen könne ebenfalls online eingesehen werden: Pegelportal Brandenburg - Messstelle; Übersichtstabelle Niedrigwasserampel.


