Vandalismus in Lauchhammer
: Anhänger beschmiert – Zirkusdirektor wehrt sich gegen Vorwurf

Der Traditionszirkus Paul Busch wird mit dem Vorwurf der Tierquälerei diffamiert. Jetzt werden Zeugen gesucht. Der Zirkusdirektor setzt 1000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise aus.
Von
Rita Seyfert
Lauchhammer
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Ein Transportwagen vom Circus Paul Busch wurde in der Nacht vom 10. zum 11. Mai in der Wilhelm-Pieck-Straße in Lauchhammer mutwillig beschmiert.

Ein Transportwagen vom Circus Paul Busch wurde in der Wilhelm-Pieck-Straße 4 in Lauchhammer mutwillig beschmiert – und dann auch noch in falscher Rechtschreibung.

Henry Frank
  • Circus Paul Busch in Lauchhammer beschmiert, Vorwurf der Tierquälerei.
  • Zirkusdirektor Henry Frank setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus.
  • Gegründet in den 1880ern, Tiere werden wöchentlich kontrolliert.
  • Zirkus bis Sonntag, 16.-18. Mai, in Lauchhammer.
  • Hinweise vertraulich an 01575 7823451.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Henry Frank, Direktor vom Circus „Paul Busch“, ist außer sich. Der Anhänger zum Transport für das Zirkuszelt und die Sitztribüne wurde in der Nacht zum Sonntag (11. Mai) mit dem Wort „Quälererei“ in dicker, schwarzer Farbe beschmiert. Der Sprayer leidet offenbar unter Rechtschreibschwäche. Denn der Schriftzug wurde auch noch falsch geschrieben.

„Dabei wurden wir mit dem Vorwurf der Tierquälerei diffamiert – ein haltloser und verleumderischer Angriff, den wir auf das Schärfste zurückweisen“, sagt Zirkusdirektor Henry Frank. Der Circus „Paul Busch“ mit Sitz in Riesa wurde in den 1880er-Jahren gegründet. Die Kinder von Henry Frank gehören inzwischen zur achten Generation.

Zirkustiere werden wöchentlich vom Veterinäramt kontrolliert

„Ja, wir haben Tiere“, erzählt der Zirkusdirektor auf telefonische Nachfrage. „Pferde, Ponys, Lamas, Kamele und verschiedene Rinderrassen“, zählt er auf. Den Tieren gehe es gut. Der Zirkus sei heutzutage in Deutschland einer der am meisten kontrollierten Betriebe, berichtet er.

Im wöchentlichen Turnus werden die Tiere in jeder neuen Stadt direkt nach der Ankunft vom zuständigen Veterinäramt begutachtet. Neben dem Ernährungszustand und den Futtervorräten wird auch die ärztliche Betreuung inspiziert.

Zeugen gesucht: Belohnung von 1000 Euro für Hinweise

„Heute ist alles total gläsern“, erklärt der Zirkusdirektor. Hinzu komme, dass der Betrieb in der Öffentlichkeit steht. „Wenn wir schlecht ernährte oder ungepflegte Tiere hätten, dann würde das über die sozialen Medien schnell bekannt werden und wir könnten zu machen“, sagt er.

Wenn die Tiere vom Circus Paul Busch nicht in der Manege stehen, dann verbringen sie ihre Zeit auf der Koppel.

Wenn die Tiere vom Circus Paul Busch nicht in der Manege stehen, dann verbringen sie ihre Zeit auf der Koppel.

Henry Frank

Der Circus Paul Busch hat nun über die soziale Internetplattform Facebook eine Belohnung von 1000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung der Tat führen. Wer etwas gesehen, gehört oder beobachtet hat, melde sich vertraulich unter Telefon 01575 7823451.

Circus Paul Busch noch bis Sonntag in Lauchhammer

Der Circus Paul Busch bleibt noch bis Ende der Woche in der Stadt. Die Vorstellungen finden von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. Mai, auf dem Zirkusplatz in der Wilhelm-Pieck-Straße 4 in Lauchhammer statt.