Toter Hund bei Schipkau: Zeugen nach qualvollem Tod gesucht, Belohnung ausgelobt

In einem Waldstück zwischen Kostebrau und Schipkau hat eine Spaziergängerin einen toten Hund entdeckt, der angeleint war.
Torsten Richter-Zippack- Bei Klettwitz fand eine Spaziergängerin einen toten, angeleinten Hund im Wald.
- Peta lobt 1000 Euro Belohnung aus, um Hinweise auf den Täter zu erhalten.
- Laut Peta wurde der Hund abseits des Weges angebunden und soll qualvoll verendet sein.
- Polizei Cottbus ermittelt wegen Tierquälerei – das Veterinäramt erhält erste Hinweise.
- Zeugenhinweise an Polizei oder Peta unter 0711 8605910, auf Wunsch anonym.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Fall des im Wald verendeten Hundes bei Schipkau zieht weite Kreise. Nachdem Passanten den an einen Baum geketteten Vierbeiner in einem Waldstück zwischen Klettwitz und Kostebrau entdeckt hatten, herrscht in der Region Entsetzen. Nun macht die Tierrechtsorganisation Peta mobil: Um den Fall aufzuklären, hat der Verein eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgelobt.
Die Details, die nach und nach bekannt werden, zeichnen ein düsteres Bild. Laut Peta deuten die Umstände darauf hin, dass das Tier – vermutlich ein Schäferhund – abseits des Waldwegs angebunden wurde. Dort soll der Hund qualvoll verdurstet und verhungert sein.
Bilder in den sozialen Netzwerken hatten das Ausmaß der Tat bereits verdeutlicht. Die Polizei Cottbus nahm am Sonntag, 22. März, Ermittlungen wegen Tierquälerei auf. Das Veterinäramt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz ist jetzt mit dem Fall betraut und hat schon erste Hinweise erhalten.
Peta setzte nach Fund von totem Hund auf Zeugenhinweise
„Wer ein fühlendes Individuum qualvoll sterben lässt, muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, erklärt Lisa Redegeld, Fachreferentin für Whistleblower-Fälle bei Peta.
Ziel der Belohnung sei es, potenzielle Zeugen zu ermutigen, ihr Schweigen zu brechen. Die Organisation betont die potenzielle Gefährlichkeit solcher Täter: Wer Tiere quäle, schrecke möglicherweise auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.
In den sozialen Medien, insbesondere auf Facebook, hat der Fund eine Welle des Zorns und der Trauer ausgelöst. In lokalen Gruppen fordern Nutzer Konsequenzen für den unbekannten Halter.
Die Belohnung wird für Hinweise gezahlt, die zur rechtskräftigen Verurteilung der verantwortlichen Person oder Personen führen. Zeugen, die im Waldgebiet zwischen Klettwitz und Kostebrau verdächtige Beobachtungen gemacht haben, können sich bei der Polizei oder direkt bei Peta unter der Telefonnummer 0711 8605910 melden. Hinweise werden auf Wunsch auch anonym entgegengenommen.
Tierquälerei ist eine Straftat
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes. Tätern drohen Geldstrafen oder bis zu drei Jahre Haft.
Experten aus Psychologie und Justiz mahnen zur Wachsamkeit: Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes schätzt, dass 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter zuvor Tiere quälten.
Wer Tiere misshandelt, schreckt laut der Tierschutzorganisation Peta oft auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück. Die Organisation setzt daher regelmäßig Belohnungen aus, um Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.

