Die Chemiefirma BASF will immer unabhängiger und klimafreundlicher bei der Stromversorgung werden. Bis zum Jahr 2050 will der Konzern die Kohlendioxid-Emission auf null reduzieren. Das sagte Uwe Liebelt, BASF-Europa-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der BASF Schwarzheide, am Donnerstag, 25. August, bei der feierlichen Einweihung eines riesigen Solarparks.
24 Hektar groß ist die Anlage an der Naundorfer Straße – das sind gut 30 Fußballfelder. 52.000 Photovoltaikmodule haben BASF und enviaM in den vergangenen sechs Monaten verbaut sowie ein Umspannwerk errichtet. Mit einer installierten Gesamtleistung von 24 Megawatt peak (MWp) und einer erwarteten Stromproduktion von 25 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr ist die Anlage weltweit das erste größere Solarkraftwerk, das BASF mit einem Partner realisiert hat.

Batteriefabrik bei BASF in Schwarzheide soll von Solarpark profitieren

Der Großteil des erzeugten Stroms wird über einen langfristigen Stromliefervertrag für die Versorgung des BASF-Produktionsstandorts in Schwarzheide genutzt. Im Jahresmittel soll der Solarpark etwa zehn Prozent des heutigen Strombedarfs decken können. Vor allem die im Bau befindliche BASF-Anlage zur Herstellung von Kathodenmaterialien für die Batterieproduktion soll vom Solarstrom profitieren.
Die Investitionssumme für den Solarpark und das dazugehörige Umspannwerk beläuft sich nach eigenen Angaben auf rund 13 Millionen Euro. Das Projekt sei ohne öffentliche Förderung umgesetzt worden.

BASF Schwarzheide will zügig CO2-neutral werden

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD): „Der Solarpark in Schwarzheide zeigt, dass Strom aus PV-Freiflächenanlagen wettbewerbsfähig geworden ist und auch ohne Förderung auskommt – das ist ein gutes Signal.“ Der Solarpark trage dazu bei, das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent zu steigern.
Jürgen Fuchs, Vorsitzender Geschäftsführer des BASF Schwarzheide: „Unser Ziel ist es, einer der ersten CO2-neutralen Produktionsstandorte der BASF zu werden.“ Der Zugang zu erneuerbarer Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen sei dafür eine Grundvoraussetzung, die Inbetriebnahme des gemeinsamen Solarparks sei ein erster, großer Schritt in diese Richtung, „auf den noch weitere folgen werden. Das stärkt die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts und sichert Arbeitsplätze.“

Ausgleichsmaßnahmen für Bau des Solarparkes

Auf der für das Umspannwerk und den Solarpark genutzten Fläche wurden nach Angaben von BASF „umfangreiche ökologische Ausgleichsmaßnahmen realisiert“, wie zum Beispiel die Anlage eines Trocken- und Magerrasens und eines Blühstreifens sowie die Errichtung von Nisthilfen für Brutvögel.
Im Zuge der Baumaßnahmen wurde auch eine in die Jahre gekommene Regenentwässerungsanlage entlang der Naundorfer Straße neu errichtet.