Polizist in Lauchhammer überfahren: Freunde sammeln Spenden für Tochter und Partnerin

Bei der Fahndung nach Autodieben ist ein sächsischer Polizist in Lauchhammer-West von einem Auto erfasst worden und verstorben. Blumen und Kerzen zeugen von der Anteilnahme der Menschen.
Silke Wentingmann-Kovarik- Sachsen-Polizist bei Einsatz in Lauchhammer getötet, große Anteilnahme.
- Spendenaufruf für seine Tochter und Partnerin erzielt über 103.000 Euro.
- Der Polizist war auch Feuerwehrmann, Kollege organisierte die Spendenaktion.
- Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes, Verdächtiger in Untersuchungshaft.
- Blumen und Kerzen am Unfallort, viele Menschen spenden und zeigen Mitgefühl.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Brandenburg und Sachsen trauern: Ein 32-jähriger Polizist aus Dresden ist bei der Ausübung seines Berufs gestorben. Am Dienstag, 7. Januar, ist der sächsische Polizist bei einem länderübergreifendem Einsatz in Lauchhammer ums Leben gekommen. Die Anteilnahme der Menschen – nicht nur in Südbrandenburg – ist riesengroß.
Am Ort der schlimmen Geschehnisse, an der Bockwitzer Straße in Lauchhammer-West, wird mit Blumen und Kerzen an den jungen Mann gedacht. Aber auch virtuell drücken die Menschen ihr Mitgefühl aus.
Der Verstorbene habe „ein Leben fürs Blaulicht“ geführt. Er sei nicht nur mit Leib und Seele Polizist gewesen, sondern auch Kamerad einer Freiwilligen Feuerwehr, geht aus einem Spendenaufruf hervor. Damit soll der Familie ein würdiger Abschied ermöglicht werden.
Der Polizist hinterlässt eine kleine Tochter und seine Lebensgefährtin.
Menschen wollen helfen – Spenden per Online-Plattform
Wilsdruff westlich von Dresden: Zur Kleinstadt gehören nicht nur 13 Ortsteile, sondern auch fast ebenso viele Ortsfeuerwehren. Man kennt und schätzt sich. Und so ist es ein Feuerwehrmann aus Kleinopitz, der kurzentschlossen für seinen verstorbenen Kameraden der Kesselsdorfer Wehr einen Spendenaufruf organisiert. Am Morgen nach dem traurigen Einsatz im südbrandenburgischen Lauchhammer geht der Aufruf über die Plattform gofundme online. Zehntausend Euro sind das Ziel.

Dem Spendenaufruf folgen nach nur 24 Stunden mehr als 4600 Menschen.
Silke Wentingmann-KovarikSpenden-Organisator Oli Schkade schreibt: „Max war nicht nur mit Leib und Seele Polizist, er brannte auch ehrenamtliche für die Feuerwehr Kesseldorf.“ Er sei Blaulicht verrückt gewesen, egal ob als Polizist oder Feuerwehrmann. Und er habe stets für Gerechtigkeit, seine Kameraden und seine Mitmenschen eingestanden. Sein Tod sei ein großer Verlust, nicht nur für die Polizeidirektion Dresden, auch für jeden einzeln Kameraden der Feuerwehr.
Anteilnahme wächst – Summe auf dem Spendenkonto ebenfalls
Die wenigen Zeilen berühren die Menschen. Dem Aufruf zu spenden, um dem Kameraden „den hochachtungsvollen Abschied ermöglichen, den er verdient hat“, folgen binnen weniger Stunden bereits mehr als eintausend Unterstützer. Die Summe von 30.000 Euro ist schnell geknackt.
Nach 24 Stunden online haben sich mehr als 4500 Spender in die Liste eingetragen. Eine stolze Summe von über 103.000 Euro ist inzwischen zusammengekommen. Tendenz: minütlich steigend. Darunter sind hohe Beträge ebenso zu finden, wie auch die fünf Euro, die mehr als symbolischen Wert haben. Auch die Kommentare geben einen Einblick, wer sich an der Aktion beteiligt hat: Privatpersonen, Polizisten, Feuerwehrkameraden haben Worte der Unterstützung und Anteilnahme gefunden.
Polizist in Lauchhammer getötet: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes
Ausgangspunkt der Ereignisse waren länderübergreifende Fahndungsmaßnahmen der Kollegen aus Sachsen im Zusammenhang mit Kfz-Kriminalität. Nach dem vorläufigen Ermittlungsstand hat der Beschuldigte mit einem Pkw den Polizeibeamten erfasst, als dieser aus seinem Fahrzeug ausgestiegen war und sich in Richtung seines Kofferraumes begeben hatte. Der Polizeibeamte erlitt dabei schwerste Verletzungen.
Trotz medizinischer Soforthilfe und Einsatzes eines Rettungshubschraubers starb der Polizist noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Tatfahrzeuges und die Insassen flüchteten danach und konnten später durch umfangreiche Fahndungsmaßnahmen der Polizei festgenommen werden.
Gegen den Fahrer des Pkw ist noch am Mittwoch (8. Januar) ein Haftbefehl wegen Mordes ausgesprochen worden, der dringend Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft.
Eine weitere Spendenaktion
Inzwischen gibt es seit Donnerstag (9. Januar) einen zweiten Spendenaufruf. Der Unterstützungsverein der Polizei Sachsen (UVP) möchte Kolleginnen und Kollegen sowie auch Freunden die Möglichkeit einräumen, den Hinterbliebenen des in Lauchhammer verstorbenen Polizisten durch eine Spende zu helfen. Der Aufruf ist unter www.uvp-sachsen.de zu finden, hier ist auch die Kontoverbindung hinterlegt, die für eine Überweisung genutzt werden kann.
Der UVP Sachsen ist ein Verein, der sich der Unterstützung von in Not geratenen Angehörigen der Polizei und ihren Hinterbliebenen verschrieben hat. Nicht selten sei die Arbeit der Polizeibeamten mit dem Einsatz ihrer Gesundheit verbunden. Doch während spektakuläre Ereignisse medial kurzzeitig Aufmerksamkeit erregen, würden die verletzten oder gar getöteten Polizistinnen und Polizisten sowie deren Angehörigen schnell vergessen. Dem will der Verein entgegenwirken und sagt von sich: „Wir lassen euch nicht im Regen stehen! Wir leisten Hilfe für unsere Helfer.“
Der Verein versichert: Alle eingereichten Spenden werden zu 100 Prozent der Familie übergeben.


