Pilze sammeln in der Lausitz: Achtung giftig! Pilzberater geben Tipps

Pilze sammeln in der Lausitz: Derzeit vor allem in den Kiefernwäldern zu finden: Echte Pfifferlinge. Allerdings gibt es ähnlich aussehende Arten, die sogar für Magenkrämpfe sorgen können.
Torsten Richter-Zippack- Pilzschwemme in Lausitzer Kiefernwäldern: Echte Pfifferlinge beliebt, aber Verwechslungsgefahr.
- Falscher Pfifferling: dunkler, geruchlos, essbar, doch kann Magenprobleme verursachen.
- Drei Pilzberater für Oberspreewald-Lausitz: Beratung kostenlos, auch bei Verdacht auf Vergiftungen.
- Apps zur Pilzbestimmung bieten nur Hinweise – Expertenrat bleibt unverzichtbar.
- Bei Vergiftungen zählt schnelles Handeln: Pilzart identifizieren, Notrufzentralen unterstützen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist Ende September 2025. Die Tage werden kürzer und feuchter, bei dennoch milden Temperaturen. Manche sagen, dass Schönste am Herbst sei das Sprießen der Pilze. Für viele Lausitzer bedeutet das: Ab in den Wald und Pilze sammeln.
Das Wetter spielt auch mit. In den vergangenen Tagen hat es oft und reichlich geregnet, und so richtig kalt war es auch noch nicht. Zumindest gab es im Lausitzer Tiefland in diesem Jahr noch keinen Frühfrost.
Wer im Frühherbst auf Pilzsuche in den Wald geht, sollte ein paar Regeln kennen. Es wachsen aber auch unzählige Pilzarten, die nicht wirklich dem klassischen Bild vom Pilz entsprechen, die also weder Hut noch Stiel besitzen.
Dazu gehören beispielsweise die Pfifferlinge. Viele kennen die kleinen, dottergelben Gewächse, die vor allem im Kiefernwald wachsen. Wer sie findet, darf sich glücklich schätzen. Pfifferlinge zählen mit zu den schmackhaftesten Sporengewächsen, die die Lausitz zu bieten hat.
Pilze sammeln: Das unterscheidet den Echten vom Falschen Pfifferling
Doch Pfifferling ist nicht gleich Pfifferling. Neben dem Echten gibt es auch einen Falschen Pfifferling. Dieser sieht dem Original auf den ersten Blick zwar sehr ähnlich. Er hat aber eine dunklere, ins Orange gehende Färbung. Zudem riecht er eigentlich nach gar nichts.
Zwar kann der Falsche Pfifferling gegessen werden, doch schmeckt nicht besonders. Und wer zu viel davon isst oder einen empfindlichen Magen hat, kann durchaus Bauchschmerzen oder Verdauungsprobleme bekommen.
Diese Experten beraten Pilzsammlern gern
Am besten ist es, vor der Zubereitung der Pilze einen Spezialisten zu fragen. Der erkennt Falsche Pfifferlinge und Giftpilze sehr schnell und sortiert diese aus dem Korb. Für dn Landkreis Oberspreewald-Lausitz sind nach Angaben von Sprecherin Sarah Werner drei Pilzberater zuständig. Das sind Dr. Dietrich Hanspach aus Ortrand unter Telefon 035755 431, Bernhard W. Naber aus Schwarzheide unter Telefon 035752 7244 und Lutz Helbig aus Drebkau unter Telefon 035602 21736. Eine Anmeldung wird empfohlen. Die Beratungen sind kostenfrei.
Die Pilzberater sind Tag und Nacht telefonisch erreichbar, insbesondere dann, wenn es um Symptome von Pilzvergiftungen geht. Zudem unterstützen sie als Sachverständige die Giftnotrufzentrale. Infos zu den Pilzberater sind auch im Internet auf www.osl-online.de/pilze zu finden.
Pilzberater Lutz Helbig berichtet, dass zwei der drei Vergiftungsfälle, bei denen er als Sachverständiger kontaktiert wurde, Kinder betrafen. Da sei besondere Vorsicht geboten. Im Fall einer Vergiftung sei schnelles Handeln gefragt: Zunächst müsse die verzehrte Pilzart identifiziert werden, um geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen. Apps zur Pilzbestimmung würden lediglich Hinweise geben. Diese Anwendungen sollten kritisch hinterfragt werden, da sie umsichtiges Wissen beim Sammeln oder die fachliche Beratung nicht ersetzen können.


