Pilze bei Schwarzheide
: Warum Pfifferlinge bald für kurze Zeit verschwinden könnten

Wer Pilze suchen will, sollte sich sputen. Denn den schmackhaften Pfifferlingen könnte es sehr bald an den Kragen gehen. Der Pilzberater Bernhard W. Naber aus Schwarzheide erklärt die Gründe.
Von
Torsten Richter-Zippack
Schwarzheide
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Derzeit reichlich in den Lausitzer Wäldern zu finden: Pfifferlinge.

Derzeit reichlich zu finden: Pfifferlinge. Diese Pilze wurden bei der Suche in der Slamener Heide entdeckt. Foto: T. Richter/trt1

Derzeit bereits in Schwarzheide zu finden: Pfifferlinge. Allerdings könnten diese Pilze bald aus den Wäldern der Lausitz verschwunden sein. Jedoch nicht unbedingt wegen zu vieler Sammler.

Torsten Richter-Zippack
  • Lausitzer Wälder liefern Speisepilze – Pfifferlinge, Rotfußröhrlinge, erste Steinpilze.
  • Pfifferlinge wachsen u. a. in Kiefernforsten, etwa in der Ruhlander Heide und Pommelheide.
  • Pilzberater Bernhard W. Naber: Funde auch auf der Schipkauer Hochkippe nahe Höhenwindturm-Baustelle.
  • Hitze über 35 Grad stoppt Wachstum, Pfifferlinge könnten bald verschwinden.
  • Tipp: Suche lohnt vor allem in Kiefern-Eichen-Wäldern und jüngeren Beständen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Zeichen mehren sich: In der Lausitzer Heide scheint es wieder schmackhafte Speisepilze zu geben. Das zeigen zumindest die Fahrzeuge an verschiedenen Waldeinfahrten an. Hier und dort, vor allem in der Ruhlander Heide, sieht man Pilzsucher mit Körben durch die Vegetation streifen. Und tatsächlich: Die gesuchten Sporengewächse präsentieren wieder ihre essbaren Fruchtkörper.

Der langjährige Schwarzheider Pilzberater Bernhard W. Naber berichtet insbesondere von Rotfußröhrlingen. Diese mit den Steinpilzen verwandte Artengruppe besticht mit ihren breiten Hüten und roten Stielen. Derzeit, so berichtet Naber, sollen sie vor allem nördlich von Schwarzheide in der dortigen Pommelheide vorkommen.

Darüber hinaus wachsen auch die ersten Steinpilze, ebenso Riesenschirmpilze. Zudem sagt Naber, dass ihm bereits auch Pfifferlinge vorgelegt worden seien. Diese gehören in der Lausitz zu den begehrtesten Speisepilzen überhaupt. Die Gewächse kämen vorwiegend in Kiefernwäldern und Forsten vor. Naber berichtet von Standorten auf der Schipkauer Hochkippe unweit der Baustelle für den Höhenwindturm.

Wachstum der Pilze hängt von Wasser und Temperatur ab

Wer Pfifferlinge sammeln will, sollte sich allerdings beeilen. Denn bislang haben die Pilze von den Niederschlägen der vergangenen Tage und Wochen profitiert. So konnten sich die Pilzfäden, die sogenannten Mycelien, nach der extremen Hitze Ende Juni erholen.

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Doch durch die jetzige erneute Hitze mit Lufttemperaturen von über 35 Grad Celsius werde das Pilzwachstum eingestellt. Gerade Pfifferlinge könnten mit ihren Mycelien nur um die zehn Zentimeter tief in den Boden eindringen. So würden die Pilze schnell verschwinden und auf die nächsten Niederschläge warten.

Weiteren Speisepilzarten gehe es ähnlich. Letztlich hänge deren Wachstum immer vom vorhandenen Wasser ab. Die Suche lohne sich derzeit hauptsächlich in Kiefern-Eichen-Wäldern sowie in jüngeren Beständen. Pilzberater Bernhard W. Naber kann bei Fragen unter Telefon 035752/7244 kontaktiert werden.