Letzte Grubenlok: Briesker E-Lok soll saniert werden

Diese historische E-Lok in Brieske soll bald wieder strahlen. Der Senftenberger Bürgermeister setzt sich dafür persönlich ein.
Torsten Richter-ZippackDie Briesker Lok mit der Nummer 817 besitzt Kultstatus. Denn zu Weihnachten 1999 zog sie die Waggons mit der letzten Rohbraunkohle aus dem Tagebau Meuro ins Kraftwerk Brieske. Mit der Netztrennung des Kraftwerkes zwei Tage später, am 27. Dezember 1999, ging die fast 100-jährige Ära der Kohleförderung im Raum Senftenberg zu Ende.
Jetzt soll die legendäre E-Lok auf Vordermann gebracht werden. Denn ihr aktueller Zustand präsentiert sich alles andere als schick. Die Farbe blättert ab, Rost hat angesetzt, und Graffiti prangen an den Seiten. Der letzte Anstrich ist bereits 20 Jahre her.
Wann und wie genau das Schienenfahrzeug, das sich gemeinsam mit einem Kohlenwaggon vor dem ehemaligen LMBV-Gebäude in Brieske befindet, saniert werden soll, steht nach Angaben der Stadt Senftenberg noch nicht genau fest. Nur so viel: Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) kündigt an, sich persönlich um die E-Lok kümmern zu wollen. „Dieses Denkmal besitzt einen so hohen Stellenwert in unserer Stadtgeschichte“, lautet seine Begründung.
Erst Anfang September war die zweite Senftenberger Denkmals-E-Lok am Ortseingang Buchwalde mit frischer Farbe versehen worden. Dafür wurden die Mittel für die geplante Feier der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens verwendet. Die Veranstaltung fiel den Corona-Regelungen zum Opfer. Die LMBV war Mitte der 1990er-Jahre als Beauftragte für die Sanierung der alten Tagebaue aus DDR-Zeiten gegründet worden.
