Oberspreewald-Lausitz-Landrat Siegurd Heinze (parteilos) ist alter und nun auch neuer Chef der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB). Auf seiner ersten Beratung nach den Kommunalwahlen im Mai hat sich der Zweckverband kürzlich neu konstituiert.

Neben dem Vorsitzenden der Verbandsversammlung wurden auch die beiden Stellvertreter neu gewählt – in diesem Fall sind das der Senftenberger Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) und der Großräschener Bürgermeister Thomas Zenker (SPD). Zu weiteren Mitgliedern im Vorstand wurden Frank Neubert für die Gemeinde Neu-Seeland, Katrin Peter für die Gemeinde Altdöbern, Gottfried Richter für die Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf sowie Detlev Wurzler als Verbandsvorsteher ernannt. Die Neuwahlen in dem kommunalen Verband sind nötig geworden, nachdem sich nach den Wahlen vom Mai auch die jeweiligen Kommunalvertretungen neu zusammengesetzt haben.

Seenland-Zweckverband umfasst fünf Kommunen und den Landkreis

Insgesamt fünf Kommunen und der Landkreis Oberspreewald-Lausitz haben sich vor zehn Jahren zum Zweckverband LSB zusammengeschlossen, um im brandenburgischen Teil des Lausitzer Seenlandes die wirtschaftlichen und touristischen Voraussetzungen für eine gute Entwicklung als junge Reiseregion zu schaffen. „In den nächsten Jahren liegen vor uns einige Chancen, aber auch viele Herausforderungen. Besonders zum Stichpunkt Strukturentwicklung in der Region haben wir große Aufgaben zu lösen“, erklärt der frisch gewählte Verbandsvorsitzende Siegurd Heinze nach seiner Wahl.

Als vordringliche Themen der nahen Zukunft stehen für den Zweckverband die Standortentwicklung mit entsprechenden Bebauungsplänen für den Sedlitzer Hafen und den Seestrand Altdöbern ganz oben auf der Agenda. Zudem soll der Ausbau der öffentlichen Infrastruktur im gesamten Verbandsgebiet vorangetrieben werden.

Senftenberger See wird 50 Jahre alt

Ein besonderes Augenmerk liegt in den nächsten vier Jahren allerdings auch auf dem Senftenberger See, dem einzigen Gewässer, das schon während der DDR-Ära in die touristische Nutzung geführt wurde und bis heute eines der Zugpferde der Region ist. Der Senftenberger See wird im Jahr 2023 sein 50-jähriges Bestehen feiern.

„Zu diesem Termin wollen wir bei den Investitionen und für die Infrastruktur am See ein deutliches Zeichen setzen“, kündigt Verbandsvorsteher Detlev Wurzler weitere Bauprojekte bis 2023 an. Für die Finanzierung der Projekte will der Verband in den kommenden Jahren neue Kredite aufnehmen.