Bild in Ortrand: Prügel im Rathaus – Vater der gemalten Stadtgeschichte wird 100

Im Ortrander Rathaus hat Künstler Joachim Schmidt eines seiner Lebenswerke gestaltet, und zwar die Präsentation der Stadtgeschichte. Dabei fehlt auch die Szene mit dem nackten Hintern und dem prügelnden Lehrer nicht (Mitte unten).
Silke Wentingmann-Kovarik- Joachim Schmidt, bekannt als Vater der Ortrander Stadtgeschichte, wäre am 7. März 100 Jahre alt geworden.
- Schmidt gestaltete eines seiner bedeutendsten Werke im Ortrander Rathaus, ein 75 m² großes Gemälde.
- Zum Jubiläum planen der Heimatverein und Bürgermeister eine Sonderausstellung mit seinen Werken.
- Schmidt wurde 1925 geboren und starb 2017; sein Vater war Dekorationsmaler.
- Die Ausstellung wird am 7. März eröffnet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Edgar Joachim Schmidt - am Freitag, 7. März, wäre der Maler 100 Jahre alt geworden. Wohl jeder Ortrander hat vom berühmten Sohn der Pulsnitzstadt schon mal etwas gehört. Falls nicht, dann zumindest gesehen. Denn jeder Gast, der im Rathaus die Treppe emporsteigt, muss an einem der bedeutendsten Werke des Künstlers vorbei. Viele halten dort inne, zu faszinierend ist das Gezeigte. Sage und schreibe 37 Meter lang und 75 Quadratmeter groß präsentiert sich die malerische Ortrander Stadtgeschichte.
„Wir finden in ihr nicht nur den bekannten typischen Künstler Joachim Schmidt wieder, sondern das Stadtkind Joachim, welches nach vielen Jahren der Abwesenheit voller Freude wieder zu seinen Ursprüngen und zu seinen Wurzeln heimgekehrt ist“, kommentiert Danny Duismann, Vorsitzender des Heimatvereins 1912 für Ortrand und Umgebung. Pikant auf dem Gemälde ist eine Prügelszene. Aber so war es halt in der Vergangenheit. Heute sorgt dieser Ausschnitt nicht selten für Erinnerungen an die eigene Kindheit.
Was Verein und Bürgermeister zum runden Geburtstag planen
Aus Anlass des runden Geburtstages von Joachim Schmidt laden der örtliche Heimatverein sowie Bürgermeister Maik Bethke am Freitag, 7. März, um 18 Uhr zur Eröffnung einer Sonderausstellung unter dem Titel „Retrospektive“ ins Stadtgeschichts- und Schradenmuseum mit Joachim-Schmidt-Galerie am Kirchplatz 6 ein. Präsentiert werden wunderbare Werke des im Jahr 2017 verstorbenen Künstlers.
Schmidt hatte am 7. März 1925 in der damaligen Königsbrücker Straße 182 (heute Kamenzer Straße 4) das Licht der Welt erblickt. Sein Werdegang schien damals bereits vorbestimmt. Denn Vater Edgar Walter Schmidt war als Dekorationsmaler tätig. So erlernte Joachim Schmidt in Senftenberg das Malerhandwerk. In den Kriegsjahren von 1941 bis 1943 besuchte er die Kunst- und Gewerbeschule in Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog es den Maler ins unterfränkische Glattbach bei Aschaffenburg. Nach der Wende besuchte er oft seine eigentliche Heimatstadt Ortrand. Das berühmte Rathausgemälde entstand indes im Frühjahr 1998 innerhalb von drei Wochen.

