Einspurig befahrbar ist die Landesstraße 60 im Bereich der Hörlitzer Kohlebahnbrücke bereits längere Zeit. Seit kurzem regeln jetzt Baustellenampeln den Verkehr. Denn die Vorarbeiten für den Abriss des maroden Bauwerkes haben begonnen. Aktuell demontiert der Wasserverband Lausitz (WAL) nach Angaben von Mitarbeiter Christoph Maschek eine alte Wasserleitung sowie ein Steuerkabel von der Brücke. Zwei Kunden hängen daran. Gleichzeitig bringt der WAL eine neue Leitung sowie ein neues Kabel in den Boden.

Bauarbeiten für neue Brücke in Hörlitz soll Anfang 2021 starten

„Diese Arbeiten erfolgen im Vorfeld des Brückenabrisses“, erklärt Maschek. Für dieses Vorhaben zeichnen sich der Landesbetrieb Straßenwesen sowie die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) verantwortlich. Das Gemeinschaftsprojekt beinhaltet neben dem Abriss der alten Brücke den Bau einer neuen Überführung, kündigt Steffen Streu vom Landesbetrieb Straßenwesen an. „Wir gehen davon aus, dass diese Arbeiten im ersten Quartal des kommenden Jahres beginnen“, sagt Streu.
Ursprünglich überquerte südwestlich von Hörlitz die Landesstraße von Senftenberg nach Schipkau beziehungsweise Klettwitz die Kohlebahn. Deren Gleis ist längst verschwunden und hat einem Wirtschaftsweg Platz gemacht. Die L 60 gilt heute neben der B 169 als wichtigster Autobahnzubringer der Senftenberger. Die Landesstraße führt von Senftenberg über Finsterwalde und Doberlug-Kirchhain an die sächsische Landesgrenze bei Rehfeld unweit Falkenberg (Elster).