Die Wormlager Feuerwehr ist um einen Raum reicher. Kurz vor dem Maifeiertag ist der Anbau an das historische Gerätehaus eingeweiht worden. Er dient künftig der örtlichen Kinderwehr als Schulungs- und Umkleideraum.

Bis zur Eröffnung sei es ein weiter Weg gewesen, resümiert der Großräschener Bürgermeister Thomas Zenker (SPD). Anfangs sei über einen separaten Container nachgedacht worden. „Aber dafür war der Platz zu klein. Und zudem hätte der Container nicht wirklich ins Ortsbild gepasst“, erklärt das Stadtoberhaupt. Letztlich fiel die Entscheidung für den Anbau. „Wir haben dabei um jeden Zentimeter gerungen“, sagt Zenker. Das Vorhaben schlägt mit rund 50 000 Euro zu Buche. Mehr als die Hälfte der Summe übernimmt das Land Brandenburg, jeweils 11 000 Euro stellen die Stadt sowie die Wormlager Rücklage, die aus der Eingemeindung resultiert, zur Verfügung. Mittels der von der BASF Schwarzheide GmbH gesponserten 5555 Euro wurde die Inneneinrichtung angeschafft.

Die Kinderfeuerwehr, die „Wormlager Schutzengel“, gibt es bereits seit dem Jahr 2008. Nach Angaben von Kinderwart Mandy Czornack gehören derzeit 13 Kinder im Alter von vier bis acht Jahren dazu. „Wir bringen ihnen spielerisch die ersten Grundkenntnisse bei“, erklärt die Feuerwehrfrau. So würden beispielsweise an den Lieblingskuscheltieren Erste-Hilfe-Maßnahmen geübt.

Das Engagement lohnt sich. Inzwischen sind die ersten vier ehemaligen Mitglieder der Kinderwehr in die Wormlager Erwachsenfeuerwehr übernommen worden. Diese zählt nach Angaben von Ortswehrführer Daniel Roick 26 aktive Kameraden. Hinzu kommt die sechs Mann starke Jugendwehr. In den ersten vier Monaten dieses Jahres gab es vier Einsätze, darunter mehrere Fehlalarmierungen

Indes werden die nächsten beiden Baumaßnahmen am beziehungsweise im Wormlager Gerätehaus geplant. „Zum einen bekommt unsere Fahrzeughalle einen neuen Estrich“, kündigt Roick an. Zum anderen werde wahrscheinlich noch in diesem Jahr ein neues Büro hergerichtet.

Bürgermeister Zenker sagt, dass die Feuerwehr in Wormlage unverzichtbar sei. „Sie gehört ins Dorf und lebt im Dorf“, betont das Stadtoberhaupt. In Großräschen gibt es übrigens noch eine zweite Kinderfeuerwehr. Sie befindet sich in Schmogro.