Feuerwehr bei Altdöbern
: Bronkow wird zum Treffpunkt für Oldtimer

Rund 40 historische Fahrzeuge werden Anfang September in Bronkow erwartet. Für den jungen Verein ist das erste Oldtimertreffen zugleich die Feuertaufe – und der Start einer neuen Tradition.
Von
Uwe Hegewald,
Torsten Richter-Zippack
Bronkow
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Anfang September 2026 werden Blaulichtfahrzeuge über die Bronkower Dorfstraße auf den Festplatz im Dorfzentrum rollen. Anlass ist das 1. Lausitzer Feuerwehr-Oldtimertreffen.

Anfang September 2026 werden Blaulichtfahrzeuge über die Dorfstraße auf den Festplatz im Dorfzentrum von Bronkow rollen. Anlass ist das 1. Lausitzer Feuerwehr-Oldtimertreffen.

Uwe Hegewald
  • In Bronkow findet am 5. September 2026 das 1. Lausitzer Feuerwehr-Oldtimertreffen statt.
  • Erwartet werden rund 40 historische Fahrzeuge – Einlass zwischen 10 und 24 Uhr.
  • Veranstalter ist der 2025 gegründete Verein Historische Feuerwehr und Einsatzfahrzeuge.
  • Familienangebot geplant, inkl. Wickel- und Stillzelt sowie barrierefreier Toilette.
  • Eintritt 4 Euro für Erwachsene, frei bis 14 Jahre; Erlöse kommen gemeinnützigen Zwecken zugute.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bronkow dürften die meisten Einheimischen in erster Linie von der Autobahn A13 kennen. Denn dort gibt es die Autobahnanschlussstelle gleichen Namens. Mancher nutzt diese Abfahrt, um über Bronkow, Calau und Vetschau in den Spreewald zu gelangen. Und wer von Norden kommt, fährt nicht selten über Lieskau nach Finsterwalde. Derzeit finden jedoch Bauarbeiten an der Autobahnabfahrt statt.

Am Sonnabend, 5. September 2026, dürfte es in Bronkow einen ähnlich starken Verkehr geben wie auf der nahen A13. Denn zwischen 10 und 24 Uhr findet das 1. Lausitzer Feuerwehr-Oldtimertreffen statt.

Die Veranstaltung stellt der Verein Historische Feuerwehr und Einsatzfahrzeuge auf die Beine, der sich erst im Jahr 2025 gegründet hat und inzwischen acht Mitglieder zählt. „Hinter unserem Verein mit Sitz in Bronkow stehen aber noch rund 30 freiwillige Helfer, die kräftig mit zupacken, sowie einige Sponsoren, wie etwa ortsansässige und bundesweit wirkende Unternehmen und die Sparkasse Niederlausitz“, teilt Vereinssprecherin Franziska Franke mit.

Franke erklärt auch gleich, was es mit der Ziffer „1“ auf sich hat. Diese symbolisiere den Auftakt zu einer neuen Tradition im gut 500 Einwohner zählenden Dorf. Alljährlich werde es eine Neuauflage der Veranstaltung geben. „Das Treffen soll sich zu einem festen Bestandteil der regionalen Veranstaltungslandschaft über die gesamte Lausitz hinweg entwickeln“, kündigt die Sprecherin an. Am 5. September steht quasi die Feuertaufe des jungen Vereins bevor.

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Bronkower stellen zum Oldtimertreffen sogar ein Stillzelt auf

Dabei hebt Franziska Franke den Charakter des 1. Lausitzer Feuerwehr-Oldtimertreffens heraus: „Unser Anspruch ist es, das Oldtimertreffen zu einer Veranstaltung für die ganze Familie zu machen. Deshalb haben wir sogar ein Wickel- und Stillzelt für Eltern eingerichtet und stellen eine behindertengerechte Toilette zur Verfügung. Die Förderschule »Hand in Hand« Senftenberg wird sich mit einem Töpferbasar an der Veranstaltung beteiligen“, so Franziska Franke.

Bewusst solle ein Angebot geschaffen werden, bei dem sich nicht nur Feuerwehr- und Oldtimer-Interessierte, sondern auch Familien, Kinder und Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen willkommen fühlen.

Die Bronkower Feuerwehrleute sind bekannt für ihre Einsatzbereitschaft, für ihre Erfolge im Feuerwehrsport, aber auch für so manche skurrile Idee. 2004 veranstalteten sie einen Wettbewerb, bei dem die Mannschaften mittels Schläuchen und Strahlrohr einen Ball ins gegnerische Tor befördern mussten.

Die Bronkower Feuerwehrleute sind bekannt für ihre Einsatzbereitschaft, für ihre Erfolge im Feuerwehrsport, aber auch für manche skurrile Idee. 2004 veranstalteten sie einen Wettbewerb, bei dem die Mannschaften mittels Schläuchen und Strahlrohr einen Ball ins gegnerische Tor befördern mussten.

Uwe Hegewald

Dass hinter diesem Höhepunkt auch etwas Kalkül steckt, räumen die Hüter historischer Feuerwehrtechnik ein. So sollen Erlöse der Veranstaltung ausschließlich gemeinnützigen Einrichtungen zugutekommen, die sich in der ländlichen Region um Kinder- und Jugendarbeit kümmern, wie etwa der Brandschutzerziehung. „Damit möchten wir insbesondere die Nachwuchsarbeit unterstützen und einen Beitrag dazu leisten, auch zukünftig neue Kameraden für die Feuerwehren zu gewinnen“, betont Franke.

Diese Bedeutung wird Freiwilligen Feuerwehren beigemessen

Sollten sich zusätzliche Einnahmen oder Spenden ergeben, so würden diese in den Erhalt historischer Feuerwehrtechnik fließen. Vornehmlich in ländlichen Regionen gelten die Freiwilligen Feuerwehren als verbindendes Band zwischen den Mitmenschen und Generationen. „Die Feuerwehr ist weit mehr als eine reine Einsatzorganisation. Sie ist in vielen kleinen Orten der Kitt gesellschaftlichen Lebens, organisiert Veranstaltungen und lokale Aktivitäten, bringt Menschen zusammen und trägt wesentlich zum Zusammenhalt in den Gemeinden bei. Und das alles zusätzlich zu ihrer unverzichtbaren Aufgabe bei Hilfeleistung und Rettung“, stellt Franziska Franke klar.

„Unser Anspruch ist es, das Oldtimertreffen zu einer Veranstaltung für die ganze Familie zu machen.“
Franziska Franke
Verein Historische Feuerwehr und Einsatzfahrzeuge

Wie sie weiter mitteilt, werde ganztägig für die kulinarische Versorgung gesorgt, die zu ortsüblichen Preisen angeboten werde. Für Toiletten und Parkplätze würden keine Gebühren erhoben. Und noch etwas hebt die Vereinssprecherin hervor: „Es ist ein offenes Feuerwehr- und Familienfest, keine stringente Oldtimer-Veranstaltung. Jeder ist willkommen, der ein Blaulicht auf dem Fahrzeug hat.“ Auch ohne Anmeldung und anfallende Kosten.

Für erwachsene Besucher falle ein moderater Eintrittspreis von vier Euro an, Kindern bis 14 Jahren werde freier Eintritt gewährt. Wobei die Eintrittskarte gleichzeitig als Teilnahme am Glücksrad gilt, das unter dem Motto „Gutes tun und Freude bereiten“ steht. Nieten gebe es dabei übrigens keine.