Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, der mit einer 7-Tage-Inzidenz von aktuell 570 (Stand 16. Dezember) bundesweit auf Platz 3 im Corona-Ranking geschossen ist, fährt jetzt rigoros das öffentliche Leben runter. Nachdem bereits zu Wochenbeginn die weiterführenden Schulen dicht machten, folgen am Donnerstag, 17. Dezember, die Kitas sowie die Grund- und Förderschulen.

Senftenberg

Bis zum 8. Januar findet zwischen Ortrand und Lübbenau kein Präsenzunterricht mehr statt. Davon betroffen sind aufgrund der in OSL geltenden verschärften Maßnahmen auch die Abschlussklassen 10 und 12.

Kitas in Oberspreewald-Lausitz sichern nur Notbetreuung ab

Still bleibt es auch in den Kitas des Landkreises. Eine reguläre Kindertagesbetreuung ist ab dem 17. Dezember in Oberspreewald-Lausitz untersagt. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden soll eine Notbetreuung organisiert werden. Sie soll für Beschäftigte von versorgungsrelevanten Berufen gelten.
Die fünf Kitas der Großgemeinde Schipkau waren indes schon am Mittwoch deutlich leerer. Ein Drittel weniger Kinder kamen am letzten regulären Öffnungstag in Schipkaus größte Kita am Bürgerzentrum.
Ab 17. Dezember öffnet Kita-Chefin Ines Mai nur noch vier kleine Notgruppen für Kinder, deren Eltern im Krankenhaus, in der Altenpflege oder im Einzelhandel arbeiten.

Kitas in Annahütte und Hörlitz sind von Corona doppelt betroffen

Groß ist die Sorge in der Elternschaft, wie lange die Kitas in Notbetreuungs-Modus verbleiben müssen. Das bestätigt Schipkaus Amtsleiterin Madeleine Menzel. Zumal die Eltern der beiden Kitas in Annahütte und Hörlitz eine doppelte Belastung verkraften müssen. Beide Kitas waren coronabedingt bereits jeweils zwei Wochen lang komplett geschlossen. Erst Quarantäne, jetzt lediglich noch ein Notbetrieb. „Das trifft viele Eltern sehr hart“, so Amtsleiterin Menzel.