Unablässig heulen am Freitagabend, 13. Januar, in Senftenberg die Sirenen von Feuerwehren und Rettungswagen. Es scheint sich gegen 17 Uhr ein Großeinsatz anzukündigen. Und tatsächlich rücken 40 Kameraden aus sechs der insgesamt acht Senftenberger Feuerwehren sowie die hauptamtlichen Kräfte aus, sagt Einsatzleiter Bernd Bohrisch. Ihr Ziel ist die Brauhausstraße am Rand der Altstadt.
Nach Informationen der Leitstelle Lausitz wurde dort ein Feuerschein wahrgenommen. Dieser stammt aus einer der Wohnungen im Erdgeschoss. Zwei Personen aus der darüber befindlichen Wohnung werden gerettet. Nach dem Check im Notarztwagen dürfen sie wieder ihrer Wege gehen. Nach Informationen der Feuerwehr handelt es sich dabei um eine jüngere und um eine ältere Frau.

Was mit den Anwohnern des Brandhauses passiert ist

In Brand geraten ist eine Flurdekoration. Wie dies geschehen konnte, werde Inhalt polizeilicher Ermittlungen, heißt es vonseiten der Beamten. Die Rede ist von fahrlässiger Brandstiftung. Weitere Anwohner des Wohnhauses am Übergang von der Brauhausstraße zum Neumarkt werden hinaus ins Freie geführt. Einer von ihnen konnte sich noch eine Decke aus dem Auto besorgen, die er gegen die Kälte über die Schulter geworfen hat.
Letztendlich geht die Sache für alle glimpflich aus. Sämtliche Wohnungen bleiben bewohnbar, alle Mieter dürfen ins Haus zurück, Verletzte gibt es nicht. Außer der Flurdeko habe nichts weiter gebrannt, sagt Kamerad Bernd Bohrisch. Nach rund einer Stunde ist der Einsatz vor Ort beendet.
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