Bombe bei BASF Schwarzheide: Neuer Bombenfund im Chemiewerk – das ist die Lage

Wo genau die Bombe auf dem weitläufigen Schwarzheider Werksgelände gefunden wurde, hat die BASF bislang nicht bekanntgegeben. Es dürfte nicht der letzte derartige Fund gewesen sein.
BASF Schwarzheide GmbH/Mareike Agnes Quint- Auf dem BASF-Gelände in Schwarzheide wurde erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.
- Sicherheitsmaßnahmen wurden eingeleitet, Behörden und der Kampfmittelbeseitigungsdienst informiert.
- Der Umgang mit der Bombe und ein Termin zur Entschärfung stehen noch nicht fest.
- Produktion läuft weiter, keine akute Gefahr für Mitarbeitende oder Anwohner*innen.
- Letzter Bombenfund im Dezember 2024 führte zu Evakuierungen und Sperrungen der Umgebung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Montag, 18. August, ist auf dem Werksgelände der BASF Schwarzheide GmbH bei Bauarbeiten eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Am Standort seien unverzüglich alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden, teilt BASF-Sprecherin Mareike Agnes Quint mit.
Demzufolge seien die zuständigen Behörden informiert worden. Darüber hinaus habe sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg vor Ort bereits ein Bild gemacht, um die Lage zu bewerten. Gemeinsam mit allen Beteiligten werde jetzt ein Maßnahmenplan erarbeitet. Wie mit der Bombe verfahren werden wird, stehe aktuell also noch nicht fest. Das Gleiche gelte für das entsprechende Datum. Die Produktion am Standort laufe indes uneingeschränkt weiter. Es bestehe derzeit keine akute Gefahr, weder auf dem Werksgelände noch für die Anwohner, heißt es vonseiten der BASF.
Bislang letzte Bombe kurz vor Weihnachten gefunden
Erst Anfang Dezember 2024 war auf dem BASF-Gelände, ebenfalls bei Bauarbeiten, eine amerikanische Fliegerbombe gefunden worden. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger wurde kurz vor Weihnachten unschädlich gemacht. Damals war das Werksgelände evakuiert worden, Über 200 Schwarzheider mussten ihre Wohnungen verlassen. Zudem wurden sowohl die B169 als auch die Bahntrasse Senftenberg-Ruhland komplett gesperrt.
Auf das einstige Hydrierwerk der Brabag hatte es in den Jahren 1944/1945 insgesamt 14 Angriffe der alliierten Bomberverbände gegeben. Am Ende war der Betrieb, in dem aus Braunkohle Treibstoff hergestellt wurde, zu rund 75 Prozent zerstört. Darüber hinaus gab es auch in Schwarzheide selbst, ebenso im benachbarten Ruhland, durch Bombentreffer erhebliche Schäden und Opfer. Selbst 80 Jahre danach sind längst nicht alle Bomben beziehungsweise Blindgänger gefunden und unschädlich gemacht worden.

