Die Bundesstraße 169 zwischen Sedlitz und Senftenberg wird am Donnerstag, 15. April, voll gesperrt. Das teilt Steffen Streu vom Landesbetrieb Straßenwesen mit. Im Rahmen von Erkundungen und Bohrungen durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft GmbH (LMBV) sind Hohlräume unterhalb und Schäden direkt an der Bundesstraße festgestellt worden. Daraufhin wurden durch die Sachverständigen umgehend Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Damit wird die öffentliche Sicherheit des Verkehrs auf der Bundesstraße gewährt, sagt Streu weiter.

Umfahrung über Großräschen wird empfohlen

Noch ist offen, wann und in welcher Form der Schaden behoben werden kann. Für den überörtlichen Verkehr wird empfohlen, von Cottbus kommend bei Allmosen über die B 96 nach Großräschen zu fahren. Von dort geht es weiter nach Freienhufen und auf der Landesstraße 55 zur B 169 in Schwarzheide und weiter nach Senftenberg beziehungsweise umgekehrt. Alternativ kann auch die Autobahn 13 zwischen den Abfahrten Großräschen und Schwarzheide beziehungsweise Ruhland genutzt werden. Es kann zu einem Verkehrschaos kommen. Der Grund: Die B 169 zwischen Cottbus und Ruhland gehört zu den am meisten befahrenen Trassen der Niederlausitz.

Sedlitz, Senftenberg

Bereits seit Monaten wird neben der Bundesstraße im Bereich des Reppister Tunnels gebaut. Die LMBV lässt dort untertägige Altstrecken verwahren. Die Bundesstraße führt dort direkt am alten Tagebau Sedlitz, früher Ilse-Ost, vorbei.
Die bergbaubedingte Sperrung wichtiger Straßen ist längst nicht die erste in der Lausitz. Erst im vergangenen Jahr wurde die B 97 zwischen Hoyerswerda und Schwarze Pumpe komplett dicht gemacht. Dort verläuft die Trasse über noch ungesichertes Kippenland. Auf der Fahrbahn waren plötzlich tiefe Risse aufgetreten. Der Untergrund unter diesem Bereich muss erst noch komplett geotechnisch gesichert werden.