Vor fast genau fünf Jahren hat die internationale Expertenorganisation Dekra den Lausitzring übernommen. Seitdem ist aus der Rennstrecke das europaweit größte herstellerunabhängige Prüf- und Testzentrum für die automatisierte und vernetzte Mobilität der Zukunft geworden – Motorsporthighlights und andere Veranstaltungen gibt es weiterhin inklusive.
Der Lausitzring hat mit Abstand die größte Testinfrastruktur der Dekra. Hier werden die technischen Bauteile und Komponenten namhafter, internationaler Hersteller auf Herz und Nieren getestet. Die Mitarbeiterzahl ist von 70 bei der Übernahme der Anlage im Jahr 2017 auf heute 230 angestiegen. Und die Dekra will weiter Gas geben. Leitende Mitarbeiter gehen davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten auf dem Klettwitzer Ring schon bald die 300-Marke knacken kann.

Auf dem Lausitzring entsteht ein Testzentrum für Autobatterien

Im Sommer hat sich das Unternehmen für den Aufbau eines ganz neuen Batterie-Testzentrums am Standort entschieden. Dort sollen vor allem die Entwicklungen rund um die Antriebsbatterie für den Automobilbau intensiv getestet werden können.
Zudem plant die Dekra den Bau eines öffentlichen Hotels direkt am Lausitzring. Die Verhandlungen mit einer namhaften Hotelkette laufen bereits. Übernachten könnten dann nicht nur die 50- bis 60-köpfigen Teams der Autohersteller, sondern auch Manager, Konzertgäste, Ingenieure und Polizisten des Bundeskriminalamtes, die seit geraumer Zeit auf dem Areal das Fahren in Extremsituationen trainieren.

Bau der City-Kurse auf den Parkplätzen des Lausitzringes steht jetzt an

Als nächste Ausbaustufe steht jetzt die Einrichtung der sogenannten City-Kurse auf den Parkflächen am Lausitzring an. Mit einer neuen Asphaltdecke, mobilen Bauten und flexibler Infrastruktur können hier in Zukunft Innerorts-Verkehrsszenarien aller Art simuliert werden – von der schmalen Ortsdurchfahrt eines Dorfs auf dem Land bis zur breiten Straßenschlucht einer Metropole. „Ziel ist es, automatisierte Fahrfunktionen in neuen Fahrzeugen auf Herz und Nieren zu testen – denn nur, was sicher funktioniert, darf auf die Straße kommen“, betont der Chef des Lausitzings Uwe Burkhardt.
Uwe Burkhardt, der Chef am Dekra Lausitzring in Schipkau, wird bei LR vor Ort am 20. Oktober die Pläne für den Ausbau der Testrecke fürs autonome Fahren vorstellen.
Uwe Burkhardt, der Chef am Dekra Lausitzring in Schipkau, wird bei LR vor Ort am 20. Oktober die Pläne für den Ausbau der Testrecke fürs autonome Fahren vorstellen.
© Foto: Steffen Rasche
Für die von Einwohnern des benachbarten Hörlitz gefürchteten Ausbau-Pläne gab die Gemeinde Schipkau im Juni grünes Licht. Der Baustart für das 10-Millionen-Euro-Projekt des Teststreckenausbaus soll noch möglichst in diesem Jahr erfolgen.

Dekra-Experten geben Live-Einblicke bei „LR vor Ort“

Und was hat die Dekra noch alles vor am Lausitzring? Welche Pläne für die Zukunft gibt es? Wer aus der Region kann von den vielen Investitionen profitieren? Fragen wie diese sollen am 20. Oktober bei „LR vor Ort“ beantwortet werden.
Bei der anmeldepflichtigen Veranstaltung (siehe Infobox) erfahren die Teilnehmenden mehr darüber, wie die Dekra in der Lausitz investiert hat und weiter investiert. „Sie bekommen einen Einblick in die weiteren Pläne und erleben live, wie die Experten automatisierte Fahrfunktionen testen“, verspricht Lausitzring-Chef Uwe Burkhardt.

„LR vor Ort“ auf dem Lausitzring

Ort: Dekra Lausitzring in Schipkau
Datum: 20. Oktober 2022, 17 Uhr
Preis:
Für Abonnenten kostenlos
Für Nicht-Abonnenten 5,- €
Tickethotline:
0355 – 481 555
Anmeldung erforderlich