Schneider in Calau
: Bürgermeister reagiert auf antisemitischen Facebook-Eintrag

„Hausverbot für Juden“ - ein Eintrag auf der Facebookseite einer Schneiderei in Calau schlägt hohe Wellen. Die Stadt will ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen.
Von
dpa
Calau
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Marco Babenz übernimmt ab 1. Juli 2023 die Rathausgeschäfte in Calau. Was er sich für die Bürger und die Kommune vorgenommen hat, verrät er im Gespräch mit LR.de.

Marco Babenz übernimmt ab 1. Juli 2023 die Rathausgeschäfte in Calau. Was er sich für die Bürger und die Kommune vorgenommen hat, verrät er im Gespräch mit LR.de.

Vom Facebook-Konto einer Schneiderei in Calau wurde ein antisemitischer Post abgeschickt. Der Inhaber bestreitet, diesen geschrieben zu haben. Er behauptet, sein Konto wurde gehackt. Die Stadt reagiert nun.

K. Freitag
  • Antisemitischer Post auf der Facebook-Seite einer Schneiderei in Calau sorgte für Empörung.
  • Betreiber behauptet, sein Konto sei gehackt worden; Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung.
  • Bürgermeister ließ Banner „Calau ist bunt“ am Rathaus anbringen als Zeichen gegen Antisemitismus.
  • Stadt erstattete Anzeige; Bürgermeister betont Einsatz für Toleranz und friedliches Miteinander.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach der Aufregung wegen eines antisemitischen Eintrags auf der Facebook-Seite einer Schneiderei hat die Stadt Calau (Kreis Oberspreewald-Lausitz) Anzeige erstattet. Das teilte die Verwaltung auf ihrer Internetseite mit.

Als Zeichen gegen Antisemitismus ließ Bürgermeister Marco Babenz (parteilos) am Rathaus zudem ein Banner mit der Aufschrift „Calau ist bunt“ anbringen. Zuvor berichtete der RBB.

Schneiderei-Inhaber steht unter Druck – Polizei ermittelt

Auf der Facebook-Seite einer Änderungsschneiderei und Reinigung, die Geschäfte in Kleinmachnow und Calau betreibt, war am vergangenen Sonntag ein Eintrag zu lesen, in dem Juden Hausverbot ausgesprochen wurde. Der Post wurde dann gelöscht.

Der Ladenbetreiber in Calau wies die Vorwürfe zurück und sagte, die Internetseite sei gehackt worden. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet.

Bürgermeister gegen Gewalt und Antisemitismus

Der Calauer Bürgermeister sagte laut Mitteilung: „Wir treten entschieden ein - gegen Antisemitismus, gegen Hass und gegen jede Form von Gewalt. Antisemitismus hat in unserer Gesellschaft, hier in Calau keinen Platz. Wir stehen ein für Toleranz, Respekt und ein friedliches Miteinander. (...)“