(dpr) In der letzten Stadtverordnetenversammlung  in Calau fragten Abgeordnete noch mal nach, ob das auch stimmt: Hat das Freibad diesen Sommer wirklich montags immer geschlossen? Beate Matzke, Haupt- und Ordnungsamtsleiterin, musste das bestätigen. Es fehle an Personal. Zwei Stammkräfte und zwei Helfer im Nebenverdienst würden nicht ausreichen, jeden Tag den Schwimmbadbetrieb abzusichern.

Dabei sei es nicht so, dass sich die Stadt Calau nicht bemüht hätte, noch eine weitere Fachkraft zu finden. Seit drei Jahren jedoch suche man vergeblich Schwimmmeister oder Schwimmmeisterin. Das Problem sei die Befristung der Stelle, so Bürgermeister Werner Suchner (parteilos). Man benötige den Kollegen nur für den Sommer. Bewerber wollten aber das ganze Jahr über Beschäftigung haben. Auf weitere Nachfrage sagte Suchner, dass die Stadt auch keine Kombi-Stelle für das ganze Jahr anbieten könnte mit den Arbeitsplätzen Schwimmbad und Bauhof. Denn im Bauhof falle die meiste Arbeit eben auch im Sommer an.

Gerd Kasprick (CDU) wünscht sich in der Frage mehr Phantasie. Beispielsweise könne möglicherweise eine Erzieherin gefunden werden, die im Sommer den Schwimmmeister-Job übernehmen kann.

Nichts zu tun mit der Schwimmmeister-Misere haben die Einschränkungen beim 24-Stunden-Schwimmen, hieß es weiter. Nein, die Stadt Calau ziehe sich hier nicht raus, so der Bürgermeister auf Nachfrage Kathrin Dannenbergs (Linke). In Absprache mit den Amtskollegen der anderen Teilnehmerstädte habe man sich geeinigt, in diesem Jahr erstmals nur von 8 Uhr bis 18 Uhr schwimmen zu lassen. Es habe sich als schwierig erwiesen, in den Nachtstunden ausreichend Teilnehmer und Aufsichtspersonal zu finden, sagte Suchner und rief die Vereine der Stadt Calau auf, sich beim Begleitprogramm einzubringen. Das Stunden-Schwimmen findet dieses Jahr am Samstag, 6. Juli, in Calau, Vetschau, Altdöbern, Luckau, Finsterwalde, Großräschen und Forst statt. Die Stadt gewinnt den Wettkampf, in der die meisten Kilometer geschwommen werden.