„Wir wissen noch nicht, ob wir das Altdöberner Bad in diesem Jahr überhaupt öffnen. Das hängt mit den Auflagen zusammen, die Freibädern verordnet werden. Sind diese zu hoch, können wir die als Verein nicht schultern“, sagt Daniela Kock, Vorsitzende des Fördervereins Gemeindebad Altdöbern, bei einem Besuch des CDU-Landtagsabgeordneten Julian Brüning im Freibad. „Mir ist es wichtig, mit Vereinen ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, wie diese mit der Corona-Situation zurechtkommen“, begründete der Drebkauer seinen Besuch.
Schatzmeisterin Anke Amsel hob hervor, dass zum Betreiben des seit 1879 geöffneten Badetempels eine Vorlaufzeit von vier Wochen benötigt werde. „Unsere 45 Vereinsmitglieder hoffen auf eine baldige Entscheidung seitens der Politik und Behörden. Die anfallenden Kosten (Wasser, Strom, Mittel für Wasseraufbereitung) würden bei einem nur sechswöchigen Betrieb nicht gedeckt“, sagte sie.

Vermittlung von Wassersicherheit ist Hauptanliegen der Altdöberner Badbetreiber

Die CDU-Landtagsabgeordneten André Schaller (Woltersdorf) und Niko Gebel, ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Ortrand, zeigten sich beeindruckt vom Engagement des Fördervereins. „Wir betreiben das Bad in neunter Saison. Schlüssel zum Erfolg sind die vielen ehrenamtlichen Helfer, wie Techniker, Putzfrauen, Kassenhauswärterinnen oder die uns wohlgesonnenen örtlichen Unternehmen, die uns unterstützen, wo sie nur können“, so Daniela Kock.
Einzig die erforderlichen Rettungsschwimmer müssten aus der schmalen Vereinskasse bezahlt werden. Hauptanliegen sei es, Kindern und Jugendlichen eine entsprechende Wassersicherheit zu vermitteln. „Im vergangenen Jahr gab es wieder zwei ausgebuchte Schwimmkurse. 96 Mal konnte eine Schwimmstufe ausgegeben werden“, teilte die Vereinschefin mit. Im selben Atemzug verwies sie auf den gemeinsamen Arbeitseinsatz am kommenden Samstag ab neun Uhr.

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