Vor ein paar Jahren hat sich die Stadtverwaltung von  Vetschau eine Belebung der Innenstadt zur Aufgabe gemacht. Es wurde ein Stadtplaner beauftragt  und wahrscheinlich auch eine Menge Geld ausgegeben. Was ist daraus geworden? Bisher ist eine weitere Verödung  zu verzeichnen und es ist keine Besserung in Sicht.
 Im August hat  nun der Bäcker Krüger sein Geschäft geschlossen  und  im September auch das bei vielen Vetschauern sehr beliebte Café am Markt. Das Café war Treffpunkt vieler Vetschauer, und die Besucher unserer Stadt konnten sich  hier über einen leckeren selbstgebackenen Kuchen freuen.
Nachdem das Café nach Corona wieder öffnen konnte, fehlten besonders  die Touristen die sich Storchenzentrum, Stadtschloss  und natürlich unsere in Europa einmalige Doppelkirche ansehen wollten. In guten Zeiten wurden in der Doppelkirche bis zu 10.000 Besucher gezählt. Jetzt nach Corona war man in der Stadtverwaltung der Meinung, es reiche doch aus, wenn interessierte Besucher um die Kirche herum gehen könnten.
Für eine  Stadt die auch „das Tor zum Spreewald“ sein will, ist es keine gute Werbung, wenn ihre Sehenswürdigkeiten  geschlossenen sind und es nicht ein einziges Café gibt.
Da müssen wir uns dann auch nicht wundern, wenn unsere ansonsten doch wunderschöne kleine Stadt für Touristen und auch Wohnungssuchende nicht sehr attraktiv ist. 
Jürgen Koal, Vetschau