Lehdefest 2025
: Schöne Bilder garantiert – das erwartet die Besucher im Spreewald

Schauveranstaltungen und Kahnkorso beim Lehdefest sorgen wieder für Spaß und tolle Fotomotive. Bilder vom letzten Mal sind ein Vorgeschmack darauf.
Von
Daniel Preikschat
Lübbenau
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Das Einbaumfahren für Jedermann ist beim Lehdefest einer der Veranstaltungshöhepunkte.

Das Einbaumwettfahren für Jedermann ist beim Lehdefest einer der Veranstaltungshöhepunkte.

Christian Hiep/HiepPhotographie
  • Lehdefest 2025 findet am 27. und 28. September in Lehde mit spreewaldtypischem Programm statt.
  • Höhepunkte: Einbaumwettfahren, Modenschau, Geisterkahnfahrt und Kahnkorso mit 40 Schaubildern.
  • Eintritt: 8 € pro Tag, 13 € fürs Wochenende, Kinder bis 12 Jahre kostenlos.
  • Kulinarik: Gurken, Fischbrötchen, Kürbissuppe, Soljanka und regionale Spezialitäten.
  • Einnahmen fördern Kultur, Landschaft und Erhalt des Dorfes Lehde.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Sommer im Spreewald könnte auch 2025 wieder seinen krönenden Abschluss beim Lehdefest am 27. und 28. September finden. Zumindest dürften auch bei der 31. Ausgabe der ebenso traditionsreichen wie actiongeladenen Veranstaltung schönste Bildmotive und bleibende Erinnerungen garantiert sein.

Dafür sorgen die Lehdschen mit einem abwechslungsreichen und einzigartigen, weil durch und durch spreewaldtypischen Programm, das sie fast komplett allein bestreiten. Was die Besucher an den zwei Tagen geboten bekommen, ist Lehde pur. Nur bei Security und Grillstand greifen die Lagunendorfbewohner auf Fremdanbieter zurück, sagt Christin Filko vom Förderverein Lehde.

Lehder zeigen – so lebt es sich mit dem Kahn

Das Programm beim Lehdefest orientiert sich am Motto für das Lehdefest, das da lautet: Lebendiges Lehde. Deutlich zum Ausdruck kommt das am Samstag (27. September) unter anderem beim Einbaumwettfahren im Hafen am Gasthaus Zum Fröhlichen Hecht, an dem jeder teilnehmen kann. Dort wird um 11 Uhr das Lehdefest auch eröffnet.

Auf der Festwiese am Gemeindehaus Grauer Hecht, der Hauptveranstaltungsort mit Festzelt, finden ebenfalls an dem Samstag ab 13 Uhr das Schauschobern und um 15 Uhr die Modenschau statt. Modedesignerin Sarah Gwiszcz und ihre Models zeigen Trachten, Kleider, Röcke und Hauben des Modelabels Wurlawy (zu übersetzen mit „wilde Spreewaldfrauen“).

Zwischen der Festwiese in der Dorfmitte und den liebevoll geschmückten Inselgrundstücken laden etliche Imbiss- und Handwerkerstände zum Verweilen ein. Es können Plinse, Gurken, Spirituosen, Senf und Meerrettich verkostet beziehungsweise gekauft werden. Es gibt Schmalz- und Leberwurststullen mit Gurken oder Fischbrötchen, für den großen Hunger Grütz- und Bockwurst oder Gegrilltes, die Feldküche wartet mit Kürbissuppe und Soljanka auf.

  • Auf Tuchfühlung mit dem Publikum beim Einbaumwettfahren.

    Auf Tuchfühlung mit dem Publikum beim Einbaumwettfahren beim Lehdefest.

    Christian Hiep www.fotovirtuose.de
  • Kaffeetafel mit Lehdschen Seniorinnen in Tracht.

    Kaffeetafel mit Lehdschen Seniorinnen in Tracht.

    Christian Hiep www.fotovirtuose.de
  • Frauen aus Lehde lassen sich beim Häkeln auf die Finger schauen.

    Frauen aus Lehde lassen sich beim Häkeln auf die Finger schauen.

    Christian Hiep www.fotovirtuose.de
  • Schaurige Bilder erwarten Kahnfährgäste bei der Geisterkahnfahrt.

    Schaurige Bilder erwarten Kahnfährgäste bei der Geisterkahnfahrt in Lehde.

    Christian Hiep www.fotovirtuose.de
  • Das Pukalle-Schützenkönigspaar darf beim Kahnkorso in einem der vorderen Kähne thronen.

    Das Pukalle-Schützenkönigspaar darf beim Kahnkorso in einem der vorderen Kähne thronen.

    Christian Hiep
  • Geschmückter Kahn mit Frauen in Tracht beim Lehdschen Kahnkorso.

    Geschmückter Kahn mit Frauen in Tracht beim Lehdschen Kahnkorso.

    Christian Hiep
  • Feuerwehrnachwuchs auf dem Löschkahn.

    Feuerwehrnachwuchs auf dem Löschkahn.

    Christian Hiep
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Beim Sägewerk und Feuerwehrdepot freut man sich ebenfalls auf Besucher. Die traditionelle Ostereierkunst und Spreewaldmalerei wird im Gemeindehaus gezeigt. Im Kinderbereich steht die Hüpfburg und warten Ponys. Neu, so Christin Filko, ist eine Stempel-Rallye. Wer sich an den Stationen die Stempel geben lässt, kann an der Verlosung im Festzelt teilnehmen. Gewonnen werden können unter anderem spezielle Kahnfahrten mit einem Fischer oder Jäger.

Ein Klassiker beim Lehdefest ist das Pukalle-Wettschießen. Aus Kalmuswurzeln gewonnene Naturmunition wird dabei durch ein Holunderrohr verschossen. Der Pukalle-Schützenkönig wird dann abends im Festzelt bekanntgegeben. Dann übernimmt der DJ und es wird getanzt bis Mitternacht.

Die Jugend des Dorfs steuert Samstagabend allerdings noch ein Kontrastprogramm bei. Ab 20 Uhr beginnt in Lehde die Geisterkahnfahrt. Eine Dreiviertelstunde dauert die Gruselfahrt durch das düstere Lehde. Entlang der Strecke erwarten die Kahnfährgäste grausige Szenen. Knorrige Hände, Schädel und Kunstleichen könnten urplötzlich auftauchen, Friedhof und Galgen am Ufer sichtbar werden. „Man sollte gute Nerven haben“, sagt Christin Filko. „Das ist wirklich nichts für Kinder.“

Das kostet der Besuch des Lehdefestes

30 Euro kosten die Tickets für die Geisterfahrt, die schon in der Spreewald-Torismusinformation in Lübbenau erhältlich sind. Es wird aber auch Karten an der Abendkasse geben. Insgesamt gibt es in den Kähnen 600 Plätze. Apropos Preise: Für den Besuch des Lehdefestes nur Samstag oder Sonntag zahlt man acht Euro, das Wochenendticket kostet 13 Euro. Für Kinder bis zwölf Jahre ist der Eintritt frei. Die Einnahmen werden entsprechend der Satzung des Lehder Fördervereins für die Förderung und den Erhalt des Dorfes sowie der Kultur, Landschaft und Landwirtschaft verwendet.

Am Sonntag (28. September) bekommt man – nach Einlass ab 10 Uhr – für den Eintritt einen Frühschoppen mit Musik der Niewitzer Blasmusikanten auf der Festwiese geboten. Am Nachmittag erwartet Besucher dann um 14 Uhr der unumstrittene Höhepunkt des Lehdefestes. Beim „schönsten Kahnkorso im Spreewald“, wie viele sagen, werden voraussichtlich knapp 40 Schaubilder auf dem Wasser gezeigt.

Abgebildet wird das Leben mit dem Kahn. In den Vorjahren wurde auf den Kähnen landwirtschaftliches Gerät transportiert, Heufuhren, Blumen, Obst, Gemüse, Tiere und Feuerwehrtechnik. Landwirte, Fischer, Frauen in Tracht oder an Spinnrädern könnten wieder zu sehen sein. Aufgereiht wie an der Perlenschnur werden die Hingucker an den Schaulustigen vorbeiziehen. Auf einigen Kähnen wird auch musiziert, mit dabei sind die Niewitzer Blasmusikanten.

Zwei bis drei Stunden dauert das Vergnügen. Danach klingt das Lehdefest langsam aus. Im Festzelt wird aber noch bis Mitternacht gefeiert und getanzt.