L54 in Vetschau: Ortsdurchfahrt wieder freigegeben - so lief das Bauprojekt

Flatterband in Stücke geschnitten wurde am Mittwoch (19. August 2026) auf der L54 in Vetschau. Die Schere beim symbolischen Schnitt in der Hand hatten: Infrastrukturminister Robert Crumbach (li.), Bürgermeister Chris Mielchen (2.v.li.), Mike Köhler (Mitte) und Steffen Kleiner (re.) vom Landesbetrieb Straßenwesen sowie Landrat Alexander Erbert (2.v.re.).
Daniel Preikschat- L54 in Vetschau seit Mittwoch (19. August 2026) auf 1,3 Kilometern wieder befahrbar.
- Vorerst nur Pkw bis 31. August 2026 freigegeben – Restarbeiten für Lkw stehen aus.
- Kosten: 7,8 Millionen Euro. Neue Asphaltdecke senkt Lärm, Geh- und Radwege beidseitig.
- Zusätzlich entstanden Querungen, Haltestellen und Parkbuchten entlang der Strecke.
- Zeit- und Kostenplan eingehalten, Kreisel auf halber Strecke nun vollständig nutzbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit Mittwoch (19. August 2026) kann die 1,3 Kilometer lange Ortsdurchfahrt in Vetschau (Landkreis OSL) nach zwei Jahren Ausbau wieder komplett befahren werden. Wenn auch vorerst – und noch bis 31. August 2026 – nur mit dem Pkw. Um die Strecke auch für Lkw freigeben zu können, seien noch Restarbeiten durchzuführen, hieß es am Mittwoch zur Begründung.
Anwohner und geladene Gäste trafen sich Mittwoch am neuen Kreisverkehr, um mit Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) die Freigabe zu feiern. Der Kreisel befindet sich auf halber Strecke der Ortsumfahrung und ist schon länger befahrbar. Nur der vierte Abzweig, von dem aus es Richtung Bahnhof und weiter nach Burg geht, war noch nicht freigegeben.
Dass nun auch der letzte Bauabschnitt fertiggestellt worden ist, bezeichnete der Vetschauer Bürgermeister Chris Mielchen (Wählergemeinschaft Ortsteile, WGO) als „Punktlandung“. Es sei nicht nur der Zeitplan eingehalten worden. Es sei auch nicht mehr Geld als geplant ausgegeben worden.
Minister betont Mehrwert für Vetschau durch Straßenausbau
Laut Crumbach betragen die Gesamtkosten 7,8 Millionen Euro. Mit dem Geld sei die stark sanierungsbedürftige Ortsdurchfahrt von Vetschau sicherer und übersichtlicher gestaltet worden, sagte er. Beim Befahren entstünde nun weit weniger Verkehrslärm als zuvor. Denn Großpflaster und Betonplatten wurden durch eine Asphaltdecke ersetzt.
Die Ortsdurchfahrt biete jetzt außerdem beidseitig einen durchgehenden Geh- und Radweg, betonte Crumbach den Mehrwert durch den Ausbau. Ebenfalls hinzugekommen seien Querungen, Haltestellen und Parkbuchten. Verkehrsteilnehmer und Anwohner, die viel auszuhalten hatten, würden nun profitieren. Auch bei aktuellen und künftigen Straßenbauprojekten in der Region seien „Geduld und Langmut“ gefragt, sagte der Minister.
In Vetschau, so Mike Koehler vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, sei vielfach vor der Haustür der Bürger gebaut worden. Es mussten Leitungen entlang der gesamten Baustrecke neu verlegt werden. Dennoch sei es ein „reibungsloses Miteinander“ gewesen zwischen Anwohnern und Straßenbaufirmen. Eine so ruhige Baustelle habe er noch selten erlebt, so Koehler.
Landrat Alexander Erbert (CDU) zeigte sich ebenfalls davon beeindruckt, dass die Umsetzung des Projekts im Kostenrahmen und im Zeitplan geblieben ist. Die L54 sei die „Schlagader“ von Vetschau. Ortsansässige Wirtschaft und Tourismus im Spreewald würden von der sanierten Ortsdurchfahrt profitieren. Bürgermeister Mielchen sieht durch die moderne und sichere Verbindung die gesamte Region nachhaltig gestärkt. Vetschau sei jetzt erst recht „das Tor zum Spreewald“.
