In den vergangenen Tagen schlugen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sowie Bildungsministerin Karliczek Alarm. Durch die Coronakrise könnten zahlreiche Ausbildungsplätze wegbrechen, die Zahl der Ausbildungen dramatisch sinken – und so den bereits akuten Fachkräftemangel mittelfristig weiter verschärfen. Für das Familienunternehmen EMIS in Lübbenau, das jedes Jahr bis zu 16 Auszubildende einstellt, steht die Ausbildung des eigenen Nachwuchses allerdings auch in diesen Zeiten nicht zur Debatte.
„Wir planen, alle unsere Ausbildungsstellen auch in diesem Jahr zu besetzen“, sagt Personalmanager Riccardo Tietze. Hier jetzt an Kapazitäten zu sparen, diese Rechnung werde nicht aufgehen. „In den vergangenen Jahren haben wir den Fachkräftemangel auch in unserer Branche zu spüren bekommen. Gerade in der Krise sehen wir deshalb die Nachwuchssicherung als wichtige Aufgabe an. Wir schauen positiv in die Zukunft. Und für diese benötigen wir dringend gut ausgebildeten Nachwuchs.“

Berufsschulen mussten wegen Corona-Pandemie schließen

Dabei sei die Situation in diesem Jahr besonders. Auch als Ausbildungsbetrieb müsse man in diesen Tagen flexibel sein und sich unbürokratisch Lösungen für die sich schnell ändernde jeweilige Situation einfallen lassen. Dies war zum Beispiel der Fall, als alle Berufsschulen plötzlich Corona-bedingt schlossen: „Wir haben alle Auszubildenden gut in den verschiedenen Bereichen unseres Unternehmens unterbringen können, wo sie uns super unterstützen. Natürlich hoffen wir, dass sie auch bald wieder in der Schule lernen können, denn auch das gehört zu einer guten Ausbildung unbedingt dazu.“, sagt Tietze.
Dass junge Menschen bei EMIS eine qualitativ hochwertige Ausbildung erhalten, hat dem Unternehmen gerade erst die IHK Cottbus mit der Verleihung des Siegels für exzellente Ausbildungsqualität bescheinigt. Dieses bestätigt das besondere Engagement und eine hohe Qualität bei der Berufsausbildung des Unternehmens.
Fachkräftemangel in der Lausitz „Wir brauchen 5000 Zuwanderer mit Familien“

Cottbus

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