Arzt in Lübbenau
: So will das MZL mit der Uniklinik in Cottbus kooperieren

Das Medizinische Zentrum Lübbenau setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Lausitz. Künftig studieren dort auch zwei angehende Medizinstudenten aus Lübbenau.
Von
Julia Siebrecht
Lübbenau
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Alexander Erbert (CDU), seit 9. Mai 2026 Landrat von Oberspreewald-Lausitz, diskutierte mit Vertreterinnen und Vertretern des Medizinischen Zentrum Lübbenau (MZL), der Stadtverwaltung sowie den ersten beiden künftigen Medizinstudierenden aus Lübbenau/Spreewald an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) über Chancen und Herausforderungen der regionalen Gesundheitsversorgung.

Alexander Erbert (3.v.l.), Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, erkundigte sich über die Gesundheitsversorgung in der Region beim Medizinischen Zentrum Lübbenau. Mit dabei sind Bürgermeister Helmut Wenzel, MZL-Geschäftsführerin Andrea Trunev, zwei künftige Medizinstudierende an der MUL-CT, Anika Franze vom Gesundheitscampus Lausitz, Lübbenaus Wirtschaftsförderer Hartmut Klauschk sowie der OSL-Wirtschaftsförderer Marcus Ott (v.r.n.l.).

Anja Brautschek-Hofmann/Stadt Lübbenau
  • MZL will eng mit der MUL-CT kooperieren, um Ausbildung, Forschung und Versorgung zu verzahnen.
  • Ziel ist ein vollständiger Ausbildungsweg in der Lausitz – von Schule bis ärztlicher Tätigkeit.
  • Im Wintersemester 2026/2027 starten die ersten Humanmedizinstudierenden an der MUL-CT.
  • Landrat Erbert betont die Modellregion Gesundheit Lausitz – MZL gilt als wichtiger Partner.
  • Kinderarztpraxis im MZL wurde in acht Wochen modernisiert und bietet nun kindgerechte Räume.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Landrat Alexander Erbert hat das Medizinische Zentrum Lübbenau (MZL) besucht, um gemeinsam mit Vertretern der Einrichtung, der Stadtverwaltung sowie angehenden Medizinstudierenden aus Lübbenau/Spreewald über die Zukunft der Gesundheitsversorgung in der Lausitz zu sprechen.

Dabei sei es laut einer Pressemitteilung der Stadt Lübbenau/Spreewald vom 11. September 2026 vor allem um die Frage gegangen, wie die Gesundheitsversorgung in der Lausitz künftig aufgestellt sein müsse, um gute Versorgung, Prävention, Fachkräfte und Innovation langfristig sichern zu können.

Im Fokus hätten Themen wie die Weiterentwicklung des MZL zum Primärversorgungszentrum, die Sicherung der Gesundheitsversorgung sowie die Digitalisierung gestanden. Andrea Trunev, Geschäftsführerin des MZL, sieht laut Pressemitteilung der Stadt Lübbenau/Spreewald die Gesundheitsversorgung als eine regionale Gemeinschaftsaufgabe.

Zusammenarbeit im Bereich der Aus- und Weiterbildung

„Wir müssen stärker darüber sprechen, wie wir vorhandene Strukturen miteinander verbinden, Fachkräfte gewinnen, Prävention stärken und die Finanzierung neuer Versorgungsformen ermöglichen. Die Herausforderungen können einzelne Einrichtungen oder Kommunen nicht allein lösen. Wir brauchen eine gemeinsame Perspektive für unsere Lausitz“, betont sie.

Eine tragende Rolle würden dabei die Gewinnung und langfristige Bindung des medizinischen Nachwuchses spielen. Das MZL strebe deshalb eine enge Zusammenarbeit mit der MUL-CT in Aus- und Weiterbildung, Forschung sowie bei der Entwicklung neuer Versorgungsmodelle an, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Lübbenau weiter.

Diese Perspektive verdeutlichen würden die ersten beiden künftigen Medizinstudierenden aus Lübbenau/Spreewald an der MUL-CT. „Unser Ziel muss sein, jungen Menschen einen vollständigen Weg in unserer Region zu ermöglichen – von der Schule über das Medizinstudium und die ärztliche Weiterbildung bis zur späteren Tätigkeit in der Lausitz“, so Andrea Trunev.

Auch das bereits gegründete Weiterbildungsnetzwerk Südbrandenburg sowie weitere regionale Netzwerkstrukturen sollen dazu beitragen, Ausbildung, Weiterbildung und Gesundheitsversorgung stärker miteinander zu verbinden. Im Wintersemester 2026/2027 werden die ersten Studierenden der neu gegründeten MUL-CT das Studium der Humanmedizin aufnehmen.

Kinderarztpraxis im MZL neu gestaltet

Bei einem anschließenden gemeinsamen Rundgang durch das MZL besuchte Landrat Alexander Erbert auch die neu gestaltete Kinderarztpraxis. Innerhalb von acht Wochen seien die Praxisräume gemeinsam mit regionalen Unternehmen umfassend modernisiert worden, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Lübbenau. Entstanden seien zeitgemäße Arbeitsbedingungen für das Praxisteam sowie freundliche, kindgerechte Räume für die kleinen Patientinnen und Patienten und ihre Familien.

Medizinisches Zentrum in Lübbenau.

Medizinisches Zentrum in Lübbenau.

Das Medizinische Zentrum Lübbenau zählt aktuell zwei Fachärztinnen der Inneren Medizin, drei Fachärztinnen der Allgemeinmedizin, sowie weitere Ärztinnen und Ärzte in Bereichen wie Gynäkologie und Geburtshilfe, Augenheilkunde, HNO, Orthopädie, Chirurgie oder Kinderheilkunde.

Daniel Preikschat

„Eine zuverlässige und wohnortnahe medizinische Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil für die Lebensqualität in der Region. Mit der Weiterentwicklung des MZL wollen wir die Rahmenbedingungen für die ärztliche Tätigkeit verbessern und ein attraktives Umfeld für die Gewinnung neuer Ärztinnen und Ärzte schaffen“, wird Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) in der Pressemitteilung der Stadt zitiert.

Neben der baulichen Weiterentwicklung seien dabei auch digitale Patientenpfade und innovative Versorgungsprojekte von zentraler Bedeutung. Dafür seien jedoch Investitionen in IT, Medizintechnik, Gebäude und Prozesse notwendig. Für kommunale Gesundheitsstandorte würde sich daher zunehmend die Frage nach einer langfristigen Finanzierung solcher Zukunftsinvestitionen stellen.

„Unser Ziel muss sein, jungen Menschen einen vollständigen Weg in unserer Region zu ermöglichen“
Andrea Trunev
Geschäftsführerin Medizinisches Zentrum Lübbenau

Dazu äußerte Landrat Alexander Erbert: „Eine verlässliche und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung ist eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre. Als Landkreis bringen wir uns unter anderem aktiv in die Entwicklung der Modellregion Gesundheit Lausitz ein.“ Dabei seien starke Partner vor Ort wie das MZL wichtige Puzzleteile. „Ihre Erfahrung und ihre Ideen sind wertvoll, um gemeinsam neue Versorgungsstrukturen zu entwickeln“, erklärt der Landrat weiter.

Laut Pressemitteilung der Stadt Lübbenau soll der Besuch Ausgangspunkt für den weiteren Dialog zwischen dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, der Stadt Lübbenau/Spreewald und dem Medizinischen Zentrum Lübbenau bilden, um gemeinsam an den Themen anzuknüpfen und die Entwicklung voranzutreiben.