Wohnen im Spreewald
: Forscher starten Umfrage – wie sieht die Zukunft hier aus?

„Klima und Wasser im Wandel“ – welche Wünsche, welche Befürchtungen haben Menschen in der Spreewaldregion dazu? Ein Forscherteam startet dazu eine Umfrage. Was es damit auf sich hat.
Von
Jana Klisch
Lübben
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Idylle pur: Der Spreewald gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland.

Auf der Spree sind bei regnerischem Wetter Paddler unterwegs. Der Spreewald gehört mit zu den beliebtesten Regionen für Wasserwanderungen im Berliner Umland. An Rastplätzen entlang der Wasserwege darf auch übernachtet werden.

Der Spreewald bietet Idylle pur, doch stellt ihn der Klimawandel auch vor große Herausforderungen. Wie die Zukunft der Region aussehen kann, wollen Forscher nun in einer Umfrage herausfinden.

Jens Kalaene/dpa

„Wie soll die Zukunft des Spreewaldes aussehen?“ Mit dieser Frage beschäftigen sich derzeit Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin und des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung im Rahmen des Forschungsprojektes „Klima und Wasser im Wandel“.

Dabei ist auch die Meinung der Menschen, die in der Spreewaldregion leben, gefragt. Das Team um Professor Jesko Hirschfeld lädt darum alle Spreewaldbewohner ein, sich an einer Online-Umfrage zu beteiligen. Die Teilnahme ist ab sofort und bis zum 15. September 2024 möglich.

„Bei der Auswertung der Befragung werden wir herausarbeiten, was den Menschen am Spreewald besonders wichtig ist, wie sie die Landschaft nutzen und welche Zukunft sie sich für den Spreewald wünschen“, erklärt Professor Hirschfeld.

Wünsche und Sorgen der Spreewaldbewohner werden abgefragt

„Außerdem fragen wir ab, ob und welche Veränderungen sie in den letzten Jahren wahrgenommen haben, welche dieser Entwicklungen sie mit mehr oder mit weniger Sorge betrachten und wo sie Handlungsbedarf sehen – bei der Politik und Verwaltung, aber auch bei Besuchern und Einwohnern“, so Hirschfeld weiter.

Umfrage zur Zukunft des Spreewaldes

Über diesen Link gelangen Sie zur Umfrage: www.bit.ly/cliwac-LR

Die Umfrage dauert etwa 20 Minuten und kann am Computer, Tablet oder Smartphone ausgefüllt werden. Bisher seien bereits um die 200 Antworten eingegangen, sagt Professor Hirschfeld, und zieht eine erste Zwischenbilanz: „Es gibt ein breites Spektrum an Einschätzungen und Wünschen, einige Punkte aber werden von sehr vielen als sehr wichtig angesehen.“

Zahlreiche Teilnahme ist für den Erfolg wichtig

Nur das Verhältnis von Männern zu Frauen liegt aktuell noch bei fast 2:1. „Da wäre es schön, wenn wir auch noch ein paar mehr Antworten aus weiblicher Perspektive hereinbekämen“, fügt Hirschfeld hinzu. Denn für den Erfolg des Forschungsprojektes sei es entscheidend, dass möglichst viele Menschen mitmachen und ein breiter Bevölkerungsquerschnitt der Spreewaldregion abgebildet wird.

Voraussichtlich Ende des Jahres dann soll die Auswertung der Umfrage abgeschlossen sein. Die Ergebnisse werden unter anderem den Kommunen und Landkreisen im Spreewald sowie dem Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz zur Verfügung gestellt.

Forscher untersuchen auch Folgen des Klimawandels

Die Umfrage ist Teil des Forschungsprojektes „Klima und Wasser im Wandel“ und beschäftigt sich mit der Entwicklung des Wasserhaushaltes in Berlin und Brandenburg vor dem Hintergrund des Klimawandels.

Untersucht wird unter anderem die Frage, wie viel Wasser in den nächsten Jahrzehnten in der Spree und im Spree-Einzugsgebiet zur Verfügung stehen wird. Außerdem werden Lösungsmöglichkeiten analysiert, wie mit einer möglichen Wasserknappheit umgegangen werden kann.

Wer mehr über das Gesamtprojekt erfahren möchte, kann die Website www.cliwac.de besuchen.