Wahl in Lübben 2024: Kandidaten, Parteien, Prozedere – alles Wichtige für den Wahlsonntag

Am 9. Juni 2024 finden Europa- und Kommunalwahlen statt; so auch in Lübben.
Bodo Schackow/dpa39 Kandidaten aus acht Parteien und Initiativen stellen sich in Lübben am kommenden Sonntag, 9. Juni 2024, zur Wahl. Mit 27 Kandidaten ist die Wählergruppe um Frank Selbitz am stärksten vertreten. Gefolgt von der CDU mit 14 Kandidaten; darunter Benjamin Kaiser, Diplom-Finanzwirt und seit 2008 in der Stadtverordnetenversammlung vertreten. Nach der CDU ist die Wählergemeinschaft Die Stadtfraktion in diesem Jahr mit zwölf Vertretern ebenfalls stark vertreten.
In der SPD will es der ehemalige Dahme-Spreewald-Landrat Stephan Loge auf Listenplatz Eins in der Kommunalpolitik noch einmal wissen. Ihm folgend: Larissa Wille-Friel, Tochtes von Alt-Landrat Martin Wille. Insgesamt gehen die Sozialdemokraten mit sieben Kandidaten ins Rennen.
Bürgerinitiative „Unser Lübben“ will ins Stadtparlament
Neu auf dem Wahlzettel: die Bürgerinitiative „Unser Lübben“ mit Nancy Schendlinger an der Spitze. Die Initiative hatte sich im Frühjahr 2023 gegründet – nachdem Pläne für den Bau einer zweiten Flüchtlingsunterkunft in der Stadt bekannt geworden waren – und regelmäßig zu entsprechenden Protestveranstaltungen aufgerufen. Inzwischen hat die Initiative den Slogan „Frieden & Demokratie jetzt“ zu ihrem Motto gemacht.
Marko Schmidt, Mitinitiator der Bürgerinitiative, geht für die AfD auf Stimmenfang, die mit insgesamt vier Kandidaten bei der Wahl des neuen Stadtparlaments vertreten ist. Die Grünen, die wie andere Parteien im Wahlkampf auch unter der mutwilligen Zerstörung von Wahlplakaten zu leiden hatten, gehen mit Spitzenkandidatin Sarah Benke-Åberg und insgesamt fünf Kandidaten ins Rennen. Die Linke schickt sechs Kandidaten – darunter Anette von Dossow als einzige Frau – ins Rennen.
Sechs Ortsteile wählen neue Beiräte
In den Ortsteilen Treppendorf, Hartmannsdorf, Lubolz und Radensdorf dominieren unabhängige Kandidaten sowie die Mitglieder der Stadtfraktion. In Steinkirchen wiederum bemühen sich die SPD und das Bündnis Pro Lübben um den Einzug in die Beiräte, während im Ortsteil Neuendorf die Bürgervereinigung Neuendorf (BVN) alleine die Kandidaten stellt.
Wann und wo wird gewählt?
Die Wahlen finden am 9. Juni 2024 statt. Die Stadt Lübben hat 14 Urnen-Wahlbezirke. Wahlberechtigte wählen in dem Wahlbezirk, in dem sie wohnen. Jeder Wahlbezirk hat ein Wahllokal. Hier wird die Wahl durchgeführt. Die Wahllokale haben am Wahltag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Übersicht der Wahllokale unter: luebben.de. Wer in einem anderen Urnen-Wahllokal wählen will, muss einen entsprechenden Wahlschein besitzen und vorher beantragen. Für den Antrag wird die Rückseite der Wahlbenachrichtigung genutzt. Der Antrag auf Wahlschein kann bis spätestens Freitag, 7. Juni, 18 Uhr vor Ort gestellt werden.
Wer ist wahlberechtigt?
Wählen kann nur die wahlberechtigte Person, die in ein Wahlberechtigtenverzeichnis eingetragen ist oder einen Wahlschein hat. Wahlberechtigt sind zudem alle, die das 16. Lebensjahr vollendet haben.
Wer einen Wahlschein hat, kann an der Wahl des Wahlkreises, für den der Wahlschein ausgestellt ist, entweder durch Stimmabgabe in einem beliebigen Wahlbezirk dieses Wahlkreises oder durch Briefwahl teilnehmen.
Wie wird gewählt?
Die wählenden Personen machen durch Ankreuzen oder auf andere Weise eindeutig auf den Stimmzetteln kenntlich, welche Bewerbenden sie wählen wollen. Die wählende Person kann einer oder einem Bewerbenden bis zu drei Stimmen geben. Sie kann ihre Stimmen auch Bewerbenden verschiedener Wahlvorschläge geben
Wann ist mit dem Ergebnis zu rechnen?
Es wird mit einer langen Wahlnacht am Sonntag gerechnet. Zuerst wird die Europawahl ausgezählt, dann der Kreistag von Dahme-Spreewald. Erst danach kommen die regionalen Gremien wie Stadtverordnetenversammlungen unter anderem in Lübben und Luckau sowie Ortsbeiräte dran. Es kann also bis spät in die Nacht dauern, bis die ersten belastbaren Ergebnisse vorliegen.
Wir berichten am Sonntag zu den Wahlen der neuen Stadtparlamente in Lübben und Luckau sowie zur Wahl des neuen Kreistages von Dahme-Spreewald in einem Newsblog.


