Wahl 2024 in Golßen: Neu im Amt – Andrea Schulz wird Bürgermeisterin von Golßen

Andrea Schulz von der Unabhängigen Bürgerliste (UBL) wird neue Bürgermeisterin von Golßen.
Andrea SchulzAndrea Schulz von der Unabhängigen Bürgerliste (UBL) wird neue ehrenamtliche Bürgermeisterin in Golßen (Landkreis Dahme-Spreewald). Sie ließ in einer Stichwahl am Sonntag (30. Juni 2024) ihre Kontrahentin Daniela Maurer, die amtierende Bürgermeisterin der Stadt im Unterspreewald, mit klarem Vorsprung hinter sich.
Schulz kam auf 58,1 Prozent der Wählerstimmen; konkret auf 706 Stimmen. Maurer erreichte 41,9 Prozent beziehungsweise 509 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,6 Prozent.
Vier Kandidaten waren im ersten Durchgang zur Wahl des neuen Bürgermeisters von Golßen ins Rennen gegangen. Endgültig durchsetzen konnte sich an jenem Kommunalwahl-Tag (9. Juni 2024) allerdings keiner von ihnen. Nun, drei Wochen später, fand am Sonntag die Stichwahl statt.
Seit 8 Uhr waren die Wahllokale geöffnet. Die entscheidende Frage: Für wen werden sich die Wähler entscheiden? Für Andrea Schulz von der Unabhängigen Bürgerliste (UBL) oder für die amtierende Bürgermeisterin Daniela Maurer, die für die Wählervereinigung Gemeinsam für Golßen (GfG) ins Rennen ging? Bei der vorangegangenen Bürgermeisterwahl im Jahr 2019 war Maurer übrigens noch als Spitzenkandidatin der SPD angetreten. Auch damals hatte am Ende eine Stichwahl entschieden, bei der Maurer (58,1 Prozent) den AfD-Kandidaten Vincent-Julian Fuchs (41,9 Prozent) hinter sich ließ.
Bürger wünschen sich mehr Wertschätzung und Transparenz
Im ersten Wahldurchgang war Andrea Schulz von der Unabhängigen Bürgerliste (UBL) stimmenmäßig als Siegerin hervorgegangen. 35,7 Prozent beziehungsweise 509 Stimmen konnte sie für sich verbuchen. Nur 2,2 Prozentpunkte (33,5) hinter ihr lag die amtierende ehrenamtliche Bürgermeisterin Daniela Maurer, die für die Wählervereinigung Gemeinsam für Golßen (GfG) ins Rennen ging und 478 Wählerstimmen holte.

Die amtierende Bürgermeisterin Daniela Maurer, die für die Wählervereinigung Gemeinsam für Golßen (GfG) antrat, unterlag in der Stichwahl.
Daniela MaurerBis 18 Uhr hatten die 2047 Wähler Zeit, ihre Stimme für die neue Bürgermeisterin von Golßen abzugeben. Nach dem ersten Wahlgang hatte sich Andrea Schulz vom Erreichen der Stichwahl überwältigt gezeigt. Gleichwohl sagte sie, dass das Wahlergebnis ihren Eindruck bestätige, den sie während der Gespräche vor Ort gewonnen habe: Die Bürger wünschten sich mehr Aufmerksamkeit, mehr Wertschätzung, Transparenz und Bürgernähe.
Ausgang der Stichwahl auch bei SVV-Sitzverteilung spannend
Spannend war der Ausgang der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters auch mit Blick auf die Sitzverteilung in der künftigen Stadtverordnetenversammlung (SVV) von Golßen. Im Nachgang zur Neuwahl der SVV am 9. Juni 2024 war eine neue Fraktion gegründet worden. Ihr gehören künftig insgesamt vier Parteien beziehungsweise Wählervereinigungen an: GfG, CDU, Linke und Abordnung der Bürger (AOdB).
Die neue Fraktion wird in der SVV über acht Sitze verfügen; die UBL über vier und die AfD ebenfalls über vier Sitze. Wäre Daniela Maurer im Rahmen der Stichwahl als Bürgermeisterin wiedergewählt worden, wäre Annett Schmidt (GfG) für sie in die SVV nachgerückt. In diesem Fall wäre die Fraktion auf neun Sitze gekommen und hätte somit die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung erreicht, rechnete Steffen Glombitza (GfG) vor der Stichwahl vor.
Am Tag der Wahl zur SVV am 9. Juni – also noch bevor sich die neue Fraktion zusammengeschlossen hatte – sah die Sitzverteilung in der Golßener SVV noch so aus: AfD: 4, CDU: 1, Linke: 1, UBL: 4, AOdB: 1, GfG: 5 Sitze.
Mit vier gewählten Vertretern benötige die UBL keine Partner für eine Fraktionsbildung, sagte Andrea Schulz (UBL). Die Wählergemeinschaft könne aus eigener Kraft eine Fraktion bilden. Wie ihre Kontrahentin Maurer erhielt auch Andrea Schulz ein Mandat für die neue Golßener Stadtverordnetenversammlung. In ihrem Fall wird es an einen Nachrücker der UBL abgegeben, nachdem sie heute zur Golßener Bürgermeisterin gewählt wurde.
Die beiden Männer waren schon nicht mehr im Rennen
Im ersten Wahlgang hatte Vincent-Julian Fuchs, der für die AfD angetreten war, 24,7 Prozent beziehungsweise 352 Wählerstimmen geholt. Nummer vier im Bunde war Kay Drews von der CDU, der weit hinten mit 6,0 Prozent (86 Stimmen) landete.
2047 Wähler konnten abstimmen
Über die neue Bürgermeisterin konnten in Golßen 2047 Wähler abstimmen. Im ersten Durchgang waren es 2053; die Wahlbeteiligung hatte bei 69,9 Prozent gelegen, konkret hatten 1435 Wähler abgestimmt, zehn Stimmen waren ungültig. Im zweiten Durchgang hatten 1220 Wähler ihre Stimme abgegeben, fünf Stimmen waren ungültig.
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