Spreewaldklinik Lübben
: Schmerz-Experte – neuer Chefarzt für die Intensivmedizin

Die Intensivmedizin am Klinikum Dahme-Spreewald hat einen neuen Chefarzt. Der Mediziner bringt unter anderem wichtige Erfahrungen in Sachen Schmerztherapie mit.
Von
Harriet Stürmer
Lübben
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Der neue Chefarzt der Intensivmedizin Dr. Jens Nefflen im Gespräch mit Kollegen

Der neue Chefarzt der Intensivmedizin Dr. Jens Nefflen im Gespräch mit Kollegen

Steffen Rasche/Klinikum Dahme-Spreewald

Am Lübbener Standort des Klinikums Dahme-Spreewald gibt es einen neuen Chefarzt. Dr. Jens Nefflen leitet dort jetzt die Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Unter seiner Leitung soll die Intensivmedizin an der Spreewaldklinik gestärkt und ausgebaut werden. Der Fokus seiner Tätigkeit liegt auf dem Ausbau der Versorgung von Langzeit-Intensivtherapiepatienten und der Optimierung des OP-Managements.

Der erfahrene Mediziner bringe viele nötige Schlüsselqualifikationen für die bevorstehende Krankenhausreform mit, heißt es beim Klinikkonzern Sana, der gemeinsam mit dem Landkreis das Klinikum Dahme-Spreewald mit der Spreewaldklinik und dem Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen betreibt. Demnach verfügt der Anästhesiologe und Intensivmediziner über wichtige Zusatzqualifikationen für Intensivmedizin, Palliativmedizin, spezielle Schmerztherapie und Notfallmedizin.

Chefärztin Dr. Adriane Kalsow, die bisher die Intensivmedizin der Spreewaldklinik Lübben als auch des Achenbach-Krankenhauses in Königs Wusterhausen geleitet hat, wird sich zukünftig auf die Weiterentwicklung und den Ausbau des Standortes Königs Wusterhausen fokussieren.

Der gebürtige Stuttgarter Nefflen war vor seinem Wechsel ans Klinikum Dahme-Spreewald im niedersächsischen Hann. Münden beschäftigt, wo er sich unter anderem für den Wiederaufbau einer Einheit für Langzeit-Intensivpatienten engagiert hat. Die Erfahrungen aus dieser Aufbauarbeit sollen nun auch den Patienten und Mitarbeitenden der Spreewaldklinik zugutekommen.

Spezielle Therapie für Langzeit-Intensivpatienten

Patienten, die über längere Zeit eine intensivmedizinische Therapie benötigen, haben noch speziellere Bedürfnisse als Intensivpatienten, die nach einer Operation, aufgrund einer akuten Erkrankung oder eines Unfalls nur wenige Tage auf der Intensivstation behandelt werden. Bei ihnen spielt oft das Weaning – also die eng begleitete, schrittweise Entwöhnung von der künstlichen Beatmung – eine zentrale Rolle.

„Für die optimale Versorgung von Langzeit-Intensivpatienten stellt eine hervorragende Geräteausstattung für die Beatmungstherapie die Basis dar. Wesentlich ist dann das Team auf der Intensivstation, das neben Kompetenz und Erfahrung oft auch großes Durchhaltevermögen benötigt“, erklärt Dr. Jens Nefflen und betont: „Um Patienten zurück ins Leben zu helfen und sie auf diesem Wege optimal zu begleiten, muss das gesamte Behandlungsteam Hand in Hand arbeiten. Faktoren wie Beatmung, Mobilisierung, Ernährung und begleitende Therapien stehen im Fokus.“

Neben der verbesserten Behandlung von Betroffenen soll der Aufbau der Weaning-Einheit auch für Entlastung der Intensivstationen in umliegenden Krankenhäusern sorgen. „Langzeitpatienten binden Kapazitäten über lange Zeit. Wenn Kliniken solche Intensivpatienten in eine Spezialeinheit, wie sie in der Spreewaldklinik aufgebaut wird, verlegen können, dann werden wieder Ressourcen für akute Intensivfälle frei“, erläutert der Anästhesiologe das klassische Vorgehen in der Zusammenarbeit mit umliegenden Krankenhäusern.

Der erfahrene Anästhesiologe Dr. Jens Nefflen ist neuer Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Klinikums Dahme-Spreewald in der Spreewaldklinik Lübben.

Der erfahrene Anästhesiologe Dr. Jens Nefflen ist neuer Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Klinikums Dahme-Spreewald in der Spreewaldklinik Lübben.

Steffen Rasche/Klinikum Dahme-Spreewald

OP-Prozesse sollen weiter optimiert werden

„Wir haben mit Dr. Jens Nefflen nicht nur einen erfahrenen Intensivmediziner, der mit seiner weitreichenden Kompetenz den Ausbau und die Spezialisierung der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Standort Lübben begleitet, sondern auch einen versierten Fachmann für OP-Management gewonnen“, sagt André Jasper, Geschäftsführer des Klinikums Dahme-Spreewald. „Wir wollen in den kommenden Monaten mit ihm gemeinsam die OP-Prozesse der Spreewaldklinik Lübben weiter optimieren, um so noch mehr Patientinnen und Patienten helfen zu können, die die versierten Hände unserer erfahrenen Mediziner benötigen.“

Berufliche Veränderung und privater Neustart

Für den neuen Chefarzt und seine Familie bringt die berufliche Veränderung auch einen privaten Neustart mit sich. „Gemeinsam mit meiner Frau und meiner Tochter freuen wir uns darauf, den Spreewald zu entdecken“, sagt Dr. Jens Nefflen.

Über das Klinikum Dahme-Spreewald

Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen.

Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung.

Der Landkreis Dahme-Spreewald hält 51 Prozent, der private Klinikkonzern Sana 49 Prozent des Klinikums Dahme-Spreewald.