Spreewaldhof Golßen: 1000 Lichter – Solidaritätsaktion für Gurken-Produzenten

Auf dem Golßener Marktplatz startet am 19. Februar 2025 die Solidaritätsveranstaltung "Abend der 1000 Lichter".
Michael Helbig- Solidaritätsveranstaltung "Abend der 1000 Lichter" am 19. Februar 2025 in Golßen.
- 250-500 Teilnehmer und 15-20 Traktoren erwartet; Veranstaltung startet um 16 Uhr.
- Applaus und Lärm am Spreewaldhof, um Solidarität zu zeigen; keine politischen Statements erlaubt.
- Verlagerung der Produktion nach Schöneiche geplant; wirtschaftliche Gründe im Fokus.
- Ziel: Unterstützung für Golßen und positive Beeinflussung der Verhandlungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die betrieblichen Entwicklungen beim Spreewaldhof in Golßen beschäftigen nach wie vor die ganze Stadt. Um ein Zeichen zu setzen, organisiert die Belegschaft mit Unterstützung der Stadt am 19. Februar den „Abend der 1000 Lichter“. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr auf dem Golßener Marktplatz. Angemeldet sind rund 15 bis 20 Traktoren und zwischen 250 und 500 Fußgänger.
Die Fahrzeuge werden von regionalen Landwirten, Zulieferern und Unterstützern des Standorts Golßen gestellt. Mit Handylichtern und Fahrzeugbeleuchtung soll die symbolische Bedeutung des Produktionsstandorts für die Region hervorgehoben werden.

Mit diesem Flyer wird zur Solidarität mit dem Gurken-Produktionsstandort Golßen eingeladen. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass es sich nicht um eine politische Veranstaltung handelt.
Andrea SchulzApplaus für die Belegschaft des Spreewaldhofes Golßen
Zwischen 16 und 17 Uhr versammeln sich die Teilnehmer auf dem Marktplatz. In dieser Zeit können Gespräche stattfinden und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich auszutauschen. Für 17 Uhr sind kurze Ansprachen von Veranstaltern, Betriebsrat und Stadt angekündigt. Anschließend setzt sich der Zug, angeführt von Traktoren, in Richtung Spreewaldhof in Bewegung. Dort angekommen, sollen die Teilnehmer durch Applaus und Lärm den Mitarbeitern ihre Solidarität bekunden.
Nach dem Aufenthalt am Spreewaldhof kehren die Teilnehmer über die Einbahnstraße zum Marktplatz zurück, wo sich die Veranstaltung allmählich auflöst. Die Veranstalter betonen, dass keine politischen Statements erwünscht sind und von der Veranstaltung ausgeschlossen werden; ansonsten ist jeder herzlich willkommen.
Die Belegschaft und die Stadt hoffen, dass der „Abend der 1000 Lichter“ ein starkes Signal der Unterstützung für den Standort Golßen aussendet und die bevorstehenden Verhandlungen positiv beeinflusst.
Hintergrund zur Schließungsentscheidung
Die Ankündigung der Geschäftsleitung, den Produktionsstandort Golßen nach Schöneiche zu verlagern, hat in der Region große Besorgnis ausgelöst. Die wirtschaftlichen Herausforderungen der Gurken-Produktion sind vielfältig: Absatzprobleme, intensiver Preiskampf und steigende Lohn- und Energiekosten setzen der Branche zu. In einem Versuch, diesen Schwierigkeiten zu begegnen, plant das Unternehmen Andros die Verlagerung der Produktion.
Ein Gespräch zwischen Geschäftsführer Till Alvermann und lokalen Vertretern sorgte jüngst für vorsichtigen Optimismus. Alvermann räumte dabei ein, dass ihm die emotionale Verbundenheit der Menschen vor Ort mit Golßen erst durch das Gespräch bewusst geworden sei. Dennoch sei es notwendig, die wirtschaftlichen Gründe für die geplante Verlagerung weiterhin zu berücksichtigen.

