Am Sonntag ist die Polizei gegen 12.30 Uhr von der Notfallzentrale der Deutschen Bahn zu einem Bahnübergang bei Groß Köris gerufen worden. Dort hatte ein Mann nach einem Zusammenstoß mit der Lok der Regionalbahn tödliche Verletzungen erlitten.

„Der Lokführer wurde mit Schocksymptomen zur medizinischen Versorgung in eine Klinik gebracht“, berichtet Polizeisprecher Torsten Wendt am Montagmittag. Ersten Ermittlungen zufolge sei eine Einwirkung Dritter an dem Todesfall auszuschließen. „Vielmehr ist von einem Suizid auszugehen“, so Wendt.

Passagiere müssen in Ersatzzug umsteigen

Auf den Zugverkehr hatte das am Sonntag gravierende Auswirkungen. Aufgrund der Sperrung der Bahnstrecke musste für die mehr als 200 Passagiere in der Bahn ein Ersatzzug bestellt werden, mit dem die Reisenden kurz nach 14.30 Uhr weiterfahren konnten. Gegen 15.30 Uhr wurde die Bahnstrecke wieder für den Zugverkehr freigegeben.

Die Identität des Verstorbenen ist derweil noch nicht abschließend geklärt. „Bisherigen Aussagen zufolge könnte es sich um einen 76-Jährigen aus der Region handeln“, so Wendt. Es wurde ein Todesursachen-Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Erst vor einer Woche hatte es in unmittelbarer Nähe einen ähnlichen Todesfall gegeben. Am Bahnhof Bestensee, gerade einmal sechs Kilometer entfernt vom jetzigen Unfallort, war ein Mann unter den Zug geraten und noch vor Ort verstorben. Laut Polizei war zunächst unklar, ob es sich um einen tragischen Unfall oder Suizid handelte. Mittlerweile deute vieles auf einen Suizid hin, heißt es von der Polizei.