Nach dem Waldbrand in der Lieberoser Heide dauert der Einsatz gegen Glutnester im Boden unvermindert an. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Eigentümerin der Flächen, blickt mit Sorge auf eine mögliche Ausbreitung der Glut in einer Tiefe von bis zu 20 Zentimetern. „Es ist realistisch, dass uns das noch über Wochen beschäftigt. Es ist ein absoluter Trauerfall“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Andreas Meißner, der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Wir haben ein weiteres Naturschutzjuwel verloren.“
Die sogenannte Großschadenslage war am Wochenende rund eine Woche nach dem Ausbruch des Waldbrandes aufgehoben und die Zahl der Feuerwehrkräfte stark zurückgefahren worden. Die Flammen waren aus, Glutnester im Boden sind aber weiter aktiv, sodass auch der Einsatz der Feuerwehr vor Ort weitergeht.

Waldbrände in der Lieberoser Heide: Wetteraussichten bereiten Sorgen

Meißner sagte: „Dem Moorgebiet geht es sehr schlecht“. Der Brand habe das 30 Hektar große Moor zu 80 Prozent erfasst. „Es gibt noch ganz viel Glut im trockenen Bereich des Moores.“ Und diese breite sich weiter aus, wenn sie nicht auf nasse Schichten mit viel Grundwasser treffe. Die seit Freitag aufgebaute Sprinkleranlage sei nach wie vor im Einsatz. Zehn Wasserwerfer seien auf einer Linie von 300 Metern verteilt. Die Lage sei auch schwierig, weil es an den Außenkanten des Moorgebietes immer wieder zur neuen Flammenbildung kommen könne.
Mit Blick auf das Wetter steigen Meißners Sorgen. „Es ist Spekulation, ob es im August viel Regen geben wird oder auch erst später.“ Eine Wetterlage mit starkem Wind, Trockenheit und starker Hitze mache ihm und der Feuerwehr erhebliche Sorgen. Durch den Waldbrand ist Meißner zufolge dauerhafter Schaden für schützenswerte Tiere und Pflanzen entstanden.
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg sichert nach eigenen Angaben Flächen auf vier ehemaligen Truppenübungsplätzen für den Naturschutz, unter anderem eine 3150 Hektar große Fläche in der Lieberose Heide.