Brandenburg-Wahl 2024
: Das sind die Kandidaten im Wahlkreis Teltow-Fläming II

Zur Landtagswahl in Brandenburg 2024 können die Bürgerinnen und Bürger aus Dahme/Mark einem Wahlkreisabgeordneten ihre Stimme geben. Welche Kandidaten treten an?
Von
Julia Siebrecht
Dahme
Jetzt in der App anhören
Ein Bilder ertastet bei der Landespressekonferenz zu den Landtagswahlen in Brandenburg mit Hilfe einer Schablone die zu wählenden Parteien und Personen auf einem Wahlzettel. In Brandenburg wird am 22. September ein neuer Landtag gewählt. +++ dpa-Bildfunk +++

Mit der Erststimme wählt man seinen Wahlkreisabgeordneten. Die Zweitstimme entscheidet darüber, wie viele Listenkandidaten einer Partei oder politischen Vereinigung in den Brandenburger Landtag einziehen. Welchen Wahlkreisabgeordneten können Wahlberechtigte im Wahlkreis Teltow-Fläming II ihre Stimme geben? (Symbolbild)

Michael Bahlo /dpa
  • Landtagswahl Brandenburg: Kandidaten im Wahlkreis Teltow-Fläming II.
  • Erik Stohn (SPD), Volljurist, kämpft für 13 € Mindestlohn, Meistergründungsprämie.
  • Karsten Schmidt (CDU), Amtswehrführer, fokussiert Bildung, Ehrenamt.
  • Ronja Krebs (Grüne), Projektleiterin Naturschutz, für Klimaschutz, Pflege.
  • Felix Thier (Linke), Gewerkschafter, fordert ÖPNV-Ausbau, Radwege.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Wahlkreis Teltow-Fläming II schließt die Gemeinden beziehungsweise Städte Luckenwalde, Jüterbog, Niedergörsdorf, Niederer Fläming, Ihlow, das Dahmetal und Dahme/Mark ein.

Welchen Landtagskandidaten ihres Wahlkreises können die Dahmer am kommenden Sonntag ihre Stimme geben?

Diese Kandidaten treten zur Landtagswahl in Brandenburg 2024 an

Erik Stohn (SPD), geboren 1983, aufgewachsen in Jüterbog, ist seit 2014 direkt gewählter Abgeordneter im brandenburgischen Landtag. Zur Landtagswahl 2019 erhielt er mit 32,6 Prozent die meisten Stimmen in seinem Wahlkreis. Erik Stohn ist Volljurist und Mitglied im Rechtssauschuss des Landtages. Der 40-Jährige will in der SPD Brandenburg für einen Mindestlohn von 13 Euro kämpfen. Außerdem spricht er sich für eine sogenannte „Meistergründungsprämie“ aus. So soll aus Landesmitteln die erstmalige Gründung oder Übernahme eines Handwerksbetriebs bezuschusst werden. Der SPD-Landtagsabgeordnete will sich auch für den Erhalt aller Schulen seines Wahlkreises einsetzen.

Karsten Schmidt (CDU), geboren 1979, ist Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Dahme-Mark. Er wohnt in Dahme/Mark und ist dort seit 2016 Amtswehrführer. Karsten Schmidt ist langjähriger Dahmer Stadtverordneter. Besondere Herausforderungen sieht er in den Bereichen kommunale Finanzen, Bildung, Selbstverwaltung der Kommunen sowie in der regionalen Migrationspolitik. Zu seinen künftigen politischen Schwerpunkten gehört neben der Bildungspolitik vor allem die Stärkung des Ehrenamtes. Dazu sagt Karsten Schmidt: „Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur ein Akt des Dienstes, es ist das Fundament, auf dem unsere Gemeinschaft steht und gedeiht. Es sind die stillen Helden im Ehrenamt, die unsere Gesellschaft zusammenhalten und sie lebendig halten.“

Ronja Krebs (Grüne), geboren 1985, ist Projektleiterin im Naturschutz. Sie ist außerdem Stadtverordnete der Stadt Zossen. Für ihren Wahlkreis möchte sie sich auf Landesebene weiter für den Erhalt von Krankenhäusern, den Pakt für Pflege, günstige Bahnpreise und mehr Klimaschutz einsetzen. Der Landesverband der Grünen in Brandenburg möchte ein Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen. Die Brandenburger Energieagentur zur Energie- und Klimaagentur soll laut Wahlprogramm ausgebaut werden. Sie soll Landkreisen, Städten und Gemeinden dabei helfen, Klimaschutzprojekte und Klimaanpassungsmaßnahmen zu planen und umzusetzen, Fördermittel zu beantragen und die notwendigen Genehmigungen zu erhalten.

Felix Thier (Die Linke), geboren 1987, arbeitet bei einer Berufsgenossenschaft. Er ist seit 2019 Stadtverordneter von Luckenwalde, engagiert sich in zahlreichen örtlichen Vereinen, ist Gewerkschaftsmitglied. Er will sich unter anderem für einen Ausbau des ÖPNVs einsetzen, für ausreichend Personal in Schulen und Kitas sowie für Radwegebau an vielbefahrenen Landesstraßen. Bei Projekten wie medizinischen Versorgungszentren im ländlichen Raum sollte seiner Ansicht nach das Land nicht als Bremser, sondern als Förderer agieren. Er vertritt außerdem die Ansicht: „Wenn die Landespolitik den Kommunen Aufgaben überträgt und Standards erhöht, dann muss dafür auch das Geld mitkommen“. Sollte er gewählt werden, wäre für ihn spätestens nach drei Wahlperioden als Landtagsabgeordneter Schluss.

Michaela Schreiber (BVB - Freie Wähler), geboren 1971, ist Volljuristin und war von 2003 bis 2019 Bürgermeisterin der Stadt Zossen. Das Wahlprogramm der Freien Wähler sieht mehr Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung vor. Sie setzen sich für Erleichterungen bei der Durchführung von Volksbegehren ein. Ein weiteres Ziel ist, das Ehrenamt von Mehrkosten zu befreien. So fordern die Brandenburger Vereinigte Wählervereinigungen beispielsweise, dass das Land die GEMA-Lizenzkosten für kostenfreie Vereinsveranstaltungen übernehmen solle. Auch wird sich im Wahlprogramm für eine Fortsetzung und Intensivierung des Brandenburger Landärztestipendiums ausgesprochen.

Nico Gruhl (FDP), geboren 1989, ist Beamter und wohnt in Ihlow. Er will sich für eine Verbesserung der Mobilität einsetzen. Der Landesverband der FDP Brandenburg spricht sich dafür aus, das Ziel einer den Bedürfnissen von Brandenburgerinnen und Brandenburgern angemessenen und zukunftsfähigen Infrastruktur in die Landesverfassung aufzunehmen. Zudem wird eine Schlechterstellung des Autos durch das Mobilitätsgesetz in Brandenburg gesehen. Diese solle rückgängig gemacht werden. Die FDP möchte bei den „Neuen Energien“ das Potenzial der Fläche in Brandenburg vollständig ausschöpfen und in den Bereichen Wind, Solar und Wasserstoff zu investieren. Ein einseitiger, vorzeitiger Kohleausstieg wird abgelehnt.

Arne Raue (parteilos), geboren 1970, lebt seit 2008 in Jüterbog und ist seit 2011 Bürgermeister der Stadt. Er nimmt regelmäßig an den Bauernprotesten montags in Dahme/Mark teil. In einem Youtube-Video vom 6. September 2024 gab er an, keine Kernthemen für die Landtagswahl zu haben. Er könne aber mit jeder Partei, die vernünftige Vorschläge mache. Er sieht vor allem Defizite in der Landwirtschaft und im Bildungsbereich in Brandenburg. Arne Raue gilt als AfD-nah. Er sieht die AfD als demokratische Volkspartei und sprach im April dieses Jahres beim Landesparteitag der AfD in Jüterbog. Die AfD selbst hat im Wahlkreis Teltow-Fläming II keinen eigenen Kandidaten aufgestellt. Der Landesverband der AfD Brandenburg wird vom Brandenburger Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft.