Zum Jahresende 2020 will die Lübbener Stadtverwaltung den Abgeordneten eine Vorlage für einen Grundsatzbeschluss zur Waldbewirtschaftung vorlegen. Das sei im Hauptausschuss im Januar „so empfohlen worden“, informiert die Stadtverwaltung auf Anfrage der LR zum Stand der Zielformulierung für den künftigen Umgang mit dem Lübbener Stadtwald.

Landesforst hatte Bewirtschaftung gekündigt

Hintergrund ist, dass der Landesbetrieb Forst den Bewirtschaftungsvertrag zum Jahresende 2019 gekündigt hat. Daraufhin hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine letztlich übergreifend von allen Fraktionen mitgetragene Vorlage eingebracht, die den Bürgermeister beauftragt, die Ziele der Stadt Lübben für die künftige Bewirtschaftung ihres Waldes zu formulieren. Dieser Beschluss war von den Stadtverordneten Ende Januar einstimmig bei zwei Enthaltungen und ohne Diskussion gefasst worden.

Der Stadtwald liege in Zuständigkeit des Baubetriebshofs, informiert die Verwaltung weiter. Er sei nun für „alle anfallenden Aufgaben zuständig“, heißt es weiter. Genannt werden Verkehrssicherungsmaßnahmen sowie die Beseitigung von Sturmschäden. Sie würden durch ihn wahrgenommen beziehungsweise durch ihn an Dritte vergeben. „Zusätzliche Maßnahmen wegen des Sturms ,Sabine’ waren laut Baubetriebshof nicht erforderlich“, heißt es in der Antwort.

Externer übernimmt möglicherweise die Aufgabe

Was die künftigen Ziele der Lübbener Verwaltung für den Stadtwald sein werden, ist demnach noch völlig offen. „Die Ziele und inhaltlichen Ausrichtungen der künftigen Bewirtschaftung sollen bis Mitte des Jahres als Zwischenschritt formuliert werden. Hierzu wird sich die Stadt voraussichtlich externer Dienstleister bedienen“, heißt es.