Der Lübbener Stadtwald wird nicht verkauft, sondern bleibt im Eigentum der Stadt. Dies ist sei Ende vergangenen Jahres klar.

Diesen Umstand nimmt die Fraktion Bündnis 90/Grüne nun zum Anlass, von der Stadt ein Entwicklungskonzept für die kommunalen Wälder einzufordern. Thomas Fischer (B 90/Grüne) erläutert in den Ausschüssen drei mögliche Varianten. Denkbar wäre die Vergabe einzelner Dienstleistungen an Firmen, die Gründung oder der Beitritt zu einer Forstbetriebsgemeinschaft oder zum dritten die Einstellung eines Försters.

Zuvor müsse jedoch klar sein, in welche Richtung sich die Wälder im städtischen Eigentum entwickeln sollen. In diesem Zusammenhang gehe es auch um den Umbau – weg vom Kiefern- hin zum vielfältigen Mischwald – so Fischer. Aber auch die Waldschule Börnichen sollte in diesem Zusammenhang mitbetrachtet werden.

Unterstützung erhält der Antrag der Grünen von allen Fraktionen. „Die Idee ist richtig“, so Benjamin Kaiser (CDU). Ihm schließt sich Andreas Dommaschk (SPD) an. Sven Richter (Linke) gibt zu bedenken, dass man trotz umweltpolitisch wichtigen Waldumbau den wirtschaftlichen Faktor nicht außer acht lassen sollte. Jens Richter (CDU) sieht die Stadt auch ohne die Vorlage der Grünen in der Pflicht zu handeln.

Wie Baufachbereichsleiter Frank Neumann im Bauausschuss erläutert, sei der auf einen Zeitraum von zehn Jahren angelegte Plan für den Forst sowieso zu überarbeiten. Neumann kündigt an, bis spätestens Ende des ersten Halbjahres 2020 eine Vorlage zu erstellen.