Krankenhaus Luckau
: Intensivmedizinische Versorgung soll neu ausgerichtet werden

Das Evangelische Krankenhaus Luckau stellt ab 2027 seine medizinische Versorgung um. Veränderungen sind insbesondere bei der intensivmedizinischen Versorgung geplant.
Von
Julia Siebrecht
Luckau
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Blick auf das Evangelische Krankenhaus in Luckau.

Das Evangelische Krankenhaus Luckau hat einen Alt- und einen Neubauteil.

Blick auf das Evangelische Krankenhaus in Luckau. Ab Januar 2027 sollen Patienten nicht mehr längerfristig invasiv beatmet werden können.

Ingrid Hoberg
  • Evangelisches Krankenhaus Luckau richtet ab 1. Januar 2027 die Intensivversorgung neu aus.
  • Längerfristige invasive Beatmung und Weaning entfallen am Standort Luckau.
  • IMC bleibt zentral – die Plätze steigen von vier auf sieben.
  • Akutfälle werden stabilisiert, Beatmung im Notfall möglich – Verlegung bei Bedarf.
  • Keine Stellenkürzungen geplant, Rettungsstelle und internistische Versorgung bestehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Evangelische Krankenhaus Luckau verändert zum 1. Januar 2027 seine medizinischen Strukturen. Das teilte der Träger des Evangelischen Krankenhauses Luckau – das Diakonissenhaus Teltow – in einer Pressemitteilung vom 23. September 2026, mit.

Die bisherige Form der intensivmedizinischen Versorgung soll zum Jahreswechsel neu ausgerichtet werden, heißt es in der Pressemitteilung. Eine längerfristige invasive Beatmung und ein Weaning (Beatmungsentwöhnung) werden künftig nicht mehr am Standort Luckau durchgeführt. Trotz der Veränderungen sei die Akut- und Überwachungsversorgung am Evangelischen Krankenhaus Luckau für Patienten nach Angaben des Krankenhausträgers nach wie vor sichergestellt.

Als Grund für die Veränderungen nennt der Krankenhausträger die Herausforderungen der laufenden Krankenhausreform. Krankenhäuser im ländlichen Raum müssten ihre Versorgungsstrukturen aufgrund umfangreicher Strukturvorgaben anpassen. Komplexe medizinische Behandlungen werden zentralisiert und künftig vor allem in Krankenhäusern der Maximalversorgung erfolgen.

Keine Kürzung von Arbeitsplätzen im Zuge der Maßnahme geplant

Gleichzeitig würden medizinischer Fortschritt und neue Behandlungsmethoden die Nachfrage nach medizinischen Leistungen verändern, die immer häufiger auch ambulant erbracht werden könnten, heißt es in der Pressemitteilung. Im Zuge der aktuellen Veränderungen würden nach Angaben des Diakonissenhauses Teltow keine Arbeitsplätze abgebaut.

Ein wichtiger Bestandteil der Versorgung bleibe die Intermediate Care (IMC). Sie sei für Patienten vorgesehen, die eine engmaschigere medizinische und pflegerische Überwachung benötigen, als sie auf einer Normalstation möglich ist.

Das könne zum Beispiel ein Patient sein, der über die Rettungsstelle ins Krankenhaus kommt, stationär aufgenommen werden müsse und aufgrund seines Gesundheitszustandes eine kontinuierliche Überwachung benötige, heißt es in der Mitteilung des Diakonissenhauses Teltow. Auch nach operativen Eingriffen könne eine solche engmaschige Überwachung erforderlich sein.

Nach Angaben des Krankenhausträgers liege die IMC damit zwischen Normalstation und Intensivstation. Wichtige Körperfunktionen wie Herzrhythmus, Blutdruck und Sauerstoffsättigung könnten kontinuierlich überwacht werden. Veränderungen des Gesundheitszustandes könnten so frühzeitig erkannt und notwendige medizinische Maßnahmen sofort eingeleitet werden.

Die Zahl der IMC-Plätze im Evangelischen Krankenhaus Luckau soll laut Pressemitteilung des Krankenhausträgers zum 1. Januar 2027 von vier auf sieben erhöht werden. Die bisherige Intensivtherapiestation des Krankenhauses verfügt über sechs Betten.

Wichtig sei die Unterscheidung zwischen einer solchen intensivmedizinischen Behandlung und der Versorgung von Patienten, die engmaschig überwacht oder in einer akuten Situation stabilisiert werden müssen.

Im Notfall sollen Patienten weiterhin beatmet werden können

Sollte sich der Zustand eines Patienten akut verschlechtern, könnten nach Angaben des Diakonissenhauses Teltow weiterhin die notwendigen Maßnahmen zur Stabilisierung eingeleitet werden. Auch eine Beatmung könne im Akutfall begonnen werden. Sollte anschließend eine weiterführende intensivmedizinische Behandlung erforderlich sein, werde der Patient stabilisiert und in ein dafür geeignetes Krankenhaus verlegt.

Die Rettungsstelle stehe weiterhin für die Versorgung von Notfallpatienten zur Verfügung, heißt es in der Pressemitteilung des Diakonissenhauses Teltow. Patienten können untersucht, diagnostiziert und erstversorgt werden.

„Die Intermediate Care (IMC) liegt zwischen Normalstation und Intensivstation.“
Pressemitteilung des Diakonissenhauses Teltow vom 23. September 2026

Ist eine stationäre Aufnahme erforderlich und benötigt ein Patient mehr Überwachung, als auf einer Normalstation notwendig oder möglich ist, stehe dafür die IMC zur Verfügung. Benötigt ein Patient aufgrund seines Krankheitsbildes eine spezialisierte Behandlung, die am Standort Luckau nicht angeboten wird, erfolgt, wie auch heute bereits, die Weiterbehandlung in einem entsprechend spezialisierten Krankenhaus.

Gerüchte um eine etwaige Schließung der Geriatrischen Tagesklinik seien falsch, teilt Alexander Schulz, Leiter des Referats Kommunikation des Diakonissenhauses Teltow, auf Anfrage mit. Die Nachfrage nach geriatrischer Versorgung sei ungebrochen hoch, auch und gerade im Bereich der Tagesklinik. Hier seien die Kapazitäten sogar erhöht worden.

Die internistische Versorgung bleibe laut Angaben des Diakonissenhauses Teltow bestehen, die IMC werde von vier auf sieben Plätze erweitert und die Rettungsstelle stehe weiterhin für die Akutversorgung zur Verfügung. Das Evangelische Krankenhaus Luckau biete für die Menschen in Luckau und der Region auch künftig eine verlässliche medizinische Versorgung vor Ort an und arbeite gleichzeitig dort mit spezialisierten Kliniken zusammen, wo eine weiterführende Behandlung erforderlich sei, so der Träger des Evangelischen Krankenhauses Luckau.