Krankenhaus Forst
: Neuer Tarifvertrag für Beschäftigte - so sieht die Einigung aus

Die Lausitz Klinik Forst hat einen neuen Tarifvertrag für die Vergütung der Mitarbeiter. Damit sollen Fachkräfte gehalten und die Zukunftssicherheit gewährleistet werden.
Von
Marcel Laggai
Forst
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Lausitz Klinik Forst, Andreas Mogwitz

Klinik-Geschäftsführer Andreas Mogwitz bezeichnete die Vereinbarungen als wichtigen Schritt für das Krankenhaus in Forst.

Frank Hammerschmidt, Christoph Reichelt, Montage: Katrin Janetzko
  • Lausitz Klinik Forst schließt mit ver.di und Marburger Bund ein Zukunftspaket.
  • Tarifvertrag gilt rückwirkend vom 1. Januar 2026 bis 27. August 2027 – Stabilität zugesagt.
  • Keine Ausgliederungen und keine betriebsbedingten Kündigungen während der Laufzeit.
  • Ärzte erhalten 20 Monate Entgeltstabilität, Boni für Fortbildung und Notarztdienst.
  • ver.di-Mitglieder bekommen 2026 und 2027 je einen bezahlten freien Arbeitstag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mehr Zukunftssicherheit für das hiesige Krankenhaus: Die Lausitz Klinik Forst hat sich mit ver.di und dem Marburger Bund – einer Vertretung der Krankenhausärzte – auf ein gemeinsames Zukunftspaket verständigt.

Wie die Klinikleitung, ver.di und der Marburger Bund gemeinsam  mitteilen, soll der Abschluss eines Tarifvertrages den Beschäftigten Stabilität in einer Phase des Umbaus sichern. Der Tarifabschluss mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gilt rückwirkend vom 1. Januar 2026 bis 27. August 2027.

Für die Mitarbeiter des Krankenhauses bedeutet das nach Angaben der Verhandlungspartner stabile Bezüge. Außerdem wurde vereinbart, dass Beschäftigungsverhältnisse in dieser Zeit nicht ausgegliedert werden. Auch betriebsbedingte Kündigungen sind für die Laufzeit des Tarifvertrages ausgeschlossen.

Ärzte in Forst erhalten mit dem neuen Tarifvertrag weitere Anreize

Bei der Vergütung der Ärzte in Forst gehen die Lausitz Klinik und der Marburger Bund nach eigenen Angaben neue Wege. Vereinbart wurde eine Entgeltstabilität für 20 Monate. Zusätzlich soll eine neue Vergütungsstruktur Fortbildungen und die Bindung an den Arbeitgeber belohnen.

So erhalten Weiterbildungsassistenten zusätzliche freie Tage zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung. Möglich ist auch ein Urlaubsbonus, wenn sie nach bestandener Prüfung in der Klinik bleiben. Weitere Zuschläge sind für Zusatzqualifikationen in der radiologischen Diagnostik sowie für die Teilnahme am Notarztdienst vorgesehen.

Ver.di-Verhandlungsführer Ralf Franke begrüßte derweil die Einigung. Für die ver.di-Mitglieder sei wichtig gewesen, die Arbeitsplätze in der Lausitz Klinik Forst zu sichern, ohne bestehende Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.

Als Ausgleich dafür, dass es 2026 und 2027 keine Tariferhöhung gibt, erhalten ver.di-Mitglieder in jedem dieser Jahre einen bezahlten freien Arbeitstag. Auch Martin Eisenbarth vom Marburger Bund sprach von spürbaren Verbesserungen. Er hob den zusätzlichen Erholungstag, die tarifliche Anerkennung besonderer Qualifikationen und die bezahlte Freistellung zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung hervor.

Klinik-Geschäftsführer Andreas Mogwitz bezeichnete die Vereinbarungen als wichtigen Schritt für das Haus in Forst. Der Abschluss schaffe Stabilität für die Neuausrichtung zur Fachklinik mit Grundversorgerverantwortung sowie für die weitere Ambulantisierung, die Krankenhausreform und das GKV‑Spargesetz.

Nach Angaben von ver.di sollen die nächsten Tarifverhandlungen bei der Lausitz Klinik Forst im September 2027 beginnen. Damit ist der Weg geebnet, um das Krankenhaus der Stadt weiterhin in ruhigere Fahrwasser zu manövrieren. Denn erst im April 2026 hat die Klinik mit der Stiftung Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin einen neuen Träger bekommen.

Der vorherige Träger, die Bergmann-Gruppe, die wegen eines Millionendefizits auf Sanierungskurs ist, hatte sich wegen fehlender Rentabilität von der Klinik in Forst getrennt. Bereits im Mai 2025 hatte die Stiftung das insolvente Krankenhaus des Naëmi-Wilke-Stifts in Guben übernommen.