Die geprüften Jahresabschlüsse für die Haushaltsjahre 2013 bis 2018 liegen den Stadtverordneten vor. Auf deren Basis sollen die in den Jahren jeweils verantwortlichen Bürgermeister entlastet werden. Im Hauptausschuss wurde dies einstimmig befürwortet. Entschieden wird darüber am 24. September in der Stadtverordnetenversammlung. Sie beginnt 17.30 Uhr im Kreistagssaal, Reutergasse 12, in Lübben.
Kämmerin Marita Merting wird sich die Jahresabschlüsse auch noch einmal genau anschauen. Denn in den vergangenen Jahren hat sich die Rücklage auf insgesamt 23 Millionen Euro erhöht. Jedes Jahr seien das Ergebnis besser gewesen als ursprünglich im Haushaltsplan vorgesehen. Dies werfe die Frage auf, „ob wir den Bürgern nicht zu tief in die Tasche gegriffen haben“, so Peter Rogalla (Linke) im Hauptausschuss. Neben zu hohen Abgaben könnten aber auch geplante und später nicht umgesetzte Vorhaben gewesen sein, gibt Jens Richter (CDU) zu bedenken. Merting will zur Vorbereitung des kommenden Haushalts noch einmal genau nach den Gründen für die Abweichungen schauen. Die Erkenntnisse sollen in die laufende Planung für den Haushalt 2021 einfließen, sichert sie zu.

Lübben steht finanziell gut da

Grundsätzlich steht Lübben finanziell mit Blick auf die geprüften Jahresabschlüsse gut da. Die Stadt konnte den Anteil eigenen Vermögens durch Eigenkapital oder Fördermittel weiter erhöhen, erläutert die Kämmerin. Er liegt jetzt bei über 60 Prozent. Außerdem hat Lübben seit 2012 Schulden abgebaut. Lag die Pro-Kopf-Verschuldung am 31. Dezember 2012 bei 496 Euro pro Einwohner sind es 2018 nur noch 69 Euro pro Einwohner.
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